April 2013: Wir verkaufen die Naraks!

Ich habe noch nie soviele EMails bzgl. Kajakfahren bekommen, als ich im Apri unsere beiden Naraks zum Verkauf angeboten habe.

Ausgangssituation: Ich hatte mir 2011 den Narak gekauft, weil ich einen NDK Explorer weder transportiert noch gelagert bekam. Darum hatte sich auch meine Freundin einen Narak gekauft. Als wir im April 2013 noch einmal über das Thema nachdachten, mussten wir feststellen, dass sich die Anbieter für Dachträger und der Caravanmokel kollektiv blöd angestellt haben und mir mitgeteilt hatten, dass der Transport eines Festrumpfes auf meinem bimobil ein Problem globaler Dimension mit einem schier unendlichen Finanzaufwand sein würde. Weiterhin wurde mir gesagt, dass die Boote keinen Frost abkönnen. Daher habe ich keine andere Möglichkeiten gesehen, mir ein Falt-Seekajak anzuschaffen: Die Naraks.

In 2012 / 2013 mussten wir aber feststellen, dass ich gut mit einigen Einschränkungen von Faltbooten leben kann, Gudrun aber nicht so sehr. Probleme bereiten ihr die zu große Luke, hierdurch kann sie kaum die Spritzdecke auf- und zubekommen und der vordere Spant (Einschlafen des Fußes). Dann ist das recht technische Fahren des Naraks eher problematisch für einen Anfänger. Und so kann schon mal das Wenden des Bootes ein Problem werden, mal ganz abgesehen vom ständig einschlafenden Füßen und dem Sicherheitsproblem mit der Spritzdecke.

Im April 2013 haben wir dann eine Lagermöglichkeit gefunden und Peter Nicolai machte mir einen konkreten, sehr viel einfacheren Vorschlag, wie ich die Boote auf mein bimobil transportiert bekomme. Außerdem meinte er, dass die Boote – so sie denn trocken sind – problemlos Frost abkönnen. Ergo sprach nichts mehr gegen einen Kauf von zumindest einem Festrumpfboot für Gudrun. Jetzt hätten wir ein Festrumpf für Gudrun und ein Narak für mich. Das wollte ich aber nicht, denn die Nachteile beider Boote zusammen zu haben ist irgendwie blöd.

Also wurde es für mich exakt das Boot, mit dem ich 2011 beim Ostsee Intensivkurs gescheitert war: Ein gelber NDK Explorer HV.

Für Gudrun hatte ich eigentlich den NDK Pilgrim Expedition favorisiert. Sie ist damit zwei Runden gepaddelt und hatte sich dann in den schon von ihr gefahrenen Romany gesetzt. Nach einer sehr kurzen Strecke drehte sie um und grinste mich breit an: Alles klar, es wird ein Romany.

Gudrun fand sofort den Romany klasse, ich finde den Explorer OK. Aber ein emotionales Boot wie der Narak ist der nicht.