Exkursion auf Vilm

Es ist schön, wenn man zu etwas Besonderem eingeladen wird. Beispielsweise von Anke zu einer Exkursion nach Vilm. Ich wußte  schon, dass Vilm in der DDR als Urlaubssitz für den Ministerrat der DDR genutzt wurde. Und ja, ein Herr Honecker hatte auch dort sein eigenes Haus. Anke ist im Bundesamt für Naturschutz (BfN) beschäftigt, welches auch eine Außenstelle auf Vilm besitzt. Hierhin hatte sie die nicht alltägliche Exkursion angeboten. Und sofort wollten wir mit!

Wir wurden mit der kleinen Fähre für die Bediensteten von Vilm auf die Insel gebracht.

Die Führung leitete Prof. Dr. Hannes Knapp, der uns sehr interessant über die Geschichte der Insel, die derzeitige Nutzung und ihre herausragende Bedeutung als Naturschutzreservat berichtete.

Die damaligen Ferienäuser des Ministerrates werden heute als Büros des BfN und Gästehäuser der Internationalen Naturschutzakademie genutzt und sind von Magerwiesen und Wäldern verschiedener Sukzessionsstadien umgeben.

Es war eine sehr eindrucksvolle Exkursion. In Erinnerung geblieben ist mir, dass die Kohlenstoffwerte der Bodenproben von Vilm in den seit Jahrhunderten ungenutzten alten Wäldern derart vom Bundesdurchschnitt abweichen, dass man an eine Fehlmessung oder ein defektes Messgerät glaubte.

Ausblick auf die „Wildnis“ des Südens der Insel Vilm, für die ein striktes Betretungsverbot gilt.

Der Rundweg über den nordöstlichen Teil von Vilm. Die Vegetation ist dort seit Jahrhunderten sich selbst überlassen worden. Dies gibt es nur an ganz wenigen Orten in Deutschland.

Und wenn ein Baum den Weg versperrt, muss man sich halt ducken.

Einen herzlichen Dank an Anke für die Möglichkeit diese Exkursion mitmachen zu dürfen und für das Berichtigen dieses Textes.