Einsatzzweck

Zuerst möchte ich meinen Einsatzzweck hier darlegen, nicht dass ich diese Moped überfordere.

Ich möchte mein Moped als Alltagsmoped einsetzen, d.h. ich fahre oft im Teutoburger Wald umher, beispielsweise zu Freuden und Bekannten, in die Stadt zum Einkaufen oder zu (toleranteren) Kunden. Ich nutze hierzu gerne die kleinsten mir bekannten Sträßchen, oftmals Schotter, Sand oder Amwald-Wege (ich fahre nicht durch den Naturpark Teutoburger Wald, was ja verboten ist …), die meisten Teerstraßen sind sehen i.d.R. eher einer schwarzen Patchwork – Decke denn einer Straße im klassischen Sinne ähnlich.

Ich denke, dies dürfte mit der KTM zu schaffen sein, laut Katalog soll die Kiste durch Rallye-Know-How ja Reserven habe, die ich für diese niederen Aufgaben gar nicht ausschöpfen kann.

Trotzdem habe ich Probleme mit der Kiste:

Die Unterhaltskosten habe ich in meinem Fahrtenbuch verewigt, dass ich versuche, laufend zu aktualisieren. Weiterhin habe ich zur Ermittlung meiner Kosten pro Kilometer meinen Reifenverbrauch sowie die montierten Zubehörteile gelistet.

Probleme

Benzinhahn

Fehlerbeschreibung, Ursache und Wirkung

Der Benzinhahn klemmt beim Umschalten häufig wodurch dieser oftmals nicht rechtzeitig von der Stellung „Auf“ über „Geschlossen“ in „Reserve“ geschaltet werden. Durch das Verhaken bleiben in der Stellung „Geschlossen“ läuft die mit Unterdruck arbeitende Membran-Benzinpumpe leer. Durch den Umstand, dass der für diese Fälle auf der rechten Seite angebrachte Not-Benzinhahn nur dann funktioniert, wenn noch genügend Benzin im Tank ist, muss zunächst nachgetankt werden. Durch diesen Umstand ist die KTM zweimal liegen geblieben.

Das Haken ist teilweise so stark, dass man den Hahn ohne einen Letherman nicht bewegen kann.

Bis dato wurde der Benzinhahn dreimal demontiert und nachgearbeitet nach der vierten Reklamation wurde er komplett getauscht, wobei dieser wieder anfängt zu klemmen.

Die Lösungsvorschläge, den Benzinhahn gleich in die Stellung „Reserve“ zu stellen ist inakzeptabel, sie würde die Stellung „Offen“ mit ihrer Funktion, den Fahrer rechtzeitig auf einen drohenden Benzinmangel hinzuweise, ad absurdum führen. Der Vorschlag, den Benzinhahn gleich offen zu lassen kann wegen der u.g. Ölverdünnungsproblematik nicht in Betracht gezogen werden.

Kommentar

Das ist ein Ding, dass die Hard-Enduro-Spezialisten an einem so schnöden Ding wie einem Benzinhahn kapitulieren. Es ist mir völlig unverständlich, wieso dieses Problem nicht behoben wird; es ist den Händlern sowie KTM seit Jahren bekannt. Ich denke daher auch, dass ich es nicht mehr erleben werde, das das Ding einfach so funktioniert wie bei meinen anderen Mopeds …

Am 08.04.01 bin ich auf der B51 liegengeblieben, weil der Benzinhahn beim Umstellen von „Auf“ zu „Reserve“ in der „Geschlossen“-Stellung hängen blieb. Ich habe keine Lust mehr, mich über diesen Scheiß aufzuregen, für mich ist nach nunmehr sieben Reparaturversuchen KTM nicht in der Lage, einen funktionsfähigen Benzinhahn zu liefern.

KTM Deutschland

KTM Deutschland hat versprochen, sich der Benzinhahn-Problematik anlässlich des Rahmentausches anzunehmen. Mal sehen, ich bin gespannt …

Zündkerzenverschleiß

Fehlerbeschreibung, Ursache und Wirkung

Die Zündkerzen haben mehrfach keine Funktion beim Starten gezeigt, eine Symptomatik ist nicht festzustellen. Weiterhin sind diese nach 5.000 km verschlissen, diese müssen also bei jeder Inspektion unbedingt getauscht werden.

Durch den Einsatz einer DR8EA Zündkerze wird das Problem des vorzeitigen Verschleißes beseitigt.

Kommentar

Nach 5.500km mit einer Zündkerze wollte wir zum Treffen. Alle fuhren, bis auf einem: Marc. Er stand an seiner KTM baute Sitzbank, Vorderbau und Tank ab und schraubte eine neue Zündkerze ein. Auf der folgenden Fahrt wurde die KTM zum Dank ordentlich gequält.

Und ich hatte dank meiner KTM meinen Ruf weg. Beim nächsten Treffen: Sprachen mich gleich zwei Fahrer an (einer mit einer 20 Jahre alten Duc, der andere mit einer 23 Jahre alten Guzzi): „Marc, kein Problem, wir kommen an, ich habe auch Zündkerzen dabei“.

Danke, KTM!

Zwischen 6 bis 7.000km spring die KTM einfach nicht mehr an – dann ist’s Zeit zum Kerzenwechsel. Nun ja, alle 5.000km sollte die KTM zur Inspektion, von daher ist es mein Problem. Nur: Wenn die technischen Reserven nur sichere 10% Betragen, möchte ich nicht wissen, wie hoch die Kilometerleistung sein wird. Die 50.000 km von der DR Big wird die KTM wohl nie erleben …

OK, gerechterweise muss ich eingestehen, dass dies immer dann passiert wenn ich nicht pünktlich meine Inspektion durchführen ließ. Allerdings konnte ich dieses Verhalten weder bei der DR600 noch bei der DR BIG beobachten – und die wurden überhaupt nicht gepflegt.

Ölverdünnung

Fehlerbeschreibung, Ursache und Wirkung

Nachdem die KTM steht, hinterlässt sie einen Ölfleck, teilweise bis zu 40cm im Durchmesser.

Verursacht wird dies durch eine Ölvermehrung, die dazu führt, dass das überschüssige Öl über die Motorentlüftung in den Luftfilter und so zu unschönen Öl-Flecken bei mir und meinen Bekannten führt.

Bei jeder Inspektion habe ich über die Ölvermehrung geklagt, abgestellt konnte sie bis dato nicht werden. Vermutungen, woran dies liegt, gibt’s jedoch reichlich:

  • Benzinhahn
    Die erste Vermutung ging davon aus, dass ich den Benzinhahn nicht immer schließen würde. Dies hat sich z.B. dann Bewahrheitet, wenn sich beispielsweise der Not-Benzinhahn losvibriert hatte. Danach ist wohl tatsächlich durch den hohen Druck aus dem 28-liter-Tank der Vergaser übergelaufen und hat seinen Weg wohl durch den Ansaugstutzen über den Kolben ins Motoröl gefunden. Daher achte ich auch peinlichst genau auf einen geschlossenen Benzinhahn, auch wenn ich das Moped nur für fünf Minuten abstelle.
  • Warmfahren
    Auch ein falsches Warmfahren des Motors soll jetzt daran beteiligt sein. Durch zu hohe Leistungsanforderung bei kalten Motor greift noch nicht die Funktion der Kolbenringe, wodurch Benzin vom Brennraum in den Ölkreislauf gelangt.
  • Kurzstreckenbetrieb
    Weiterhin wird vermutet, dass überwiegender Kurzstreckenbetrieb bei mir (2-3 Etappen á 10-25km) die Ölvermehrung verursachen würde.
  • Vergaser
    Von einem zweiten KTM-Händler wie auch von KTM Deutschland selber werden die obigen Vermutungen jedoch nicht geteilt. Die Vermutungen von denen gehen in die Richtung fehlerhafter Vergaser.
  • Schwimmer-Überlauf
    Mein KTM-Händler montierte mir ein Vergaser-Unterteil mit einem Überlauf-Röhrchen, damit überschüssiges Benzin nun nicht mehr von der Schwimmerkammer in den Ansaugtrakt laufen kann.

Auch die Meinung darüber, was dies für den Motor bedeutet, sind grundverschieden.

Mein Händler beruhigte mich und meint, dass das übergelaufene Öl in Wahrheit nur eine sehr geringe Menge ist und dies der Motor völlig unproblematisch verkraftet.

Die Biker Hotline der Shell AG ist anderer Meinung. Sie dramatisiert das ganze und vermutet gar einen Motor-Totalschaden infolge gerissenen Ölfilms, zumindest aber einen starken mechanischen Abrieb im Motor, vor allem am Zylinder und Koben, da die Schmiereigenschaften sich völlig außerhalb des Toleranzbereiches befinden würden.

KTM Deutschland wie auch ein weiterer Händler fanden die Ölvermehrung nicht normal und rieten mir zu einer gründlichen Ursachenforschung.

Motor-Revision

Anlässlich des Rahmenbruchs wurde von KTM Deutschland auf mein Drängen hin der Motor aufgemacht. Es soll überprüft werden, ob der Motor durch die Ölvermehrung einen erhöhten Verschleiß unterlag und die übermäßig verschlissenen Teile getauscht werden. Jetzt bin ich gespannt …

Kommentar

Einen mir plausiblen Grund für die Ölverdünnung bei geschlossenen Benzinhahn konnte mir noch nicht gegeben werden, Fakt ist jedoch, dass ich eine derartige Problematik weder bei der DR600 noch bei der DR BIG beobachten konnte und bei beiden habe ich die Benzinhähne so gut wie nie geschlossen und auch meinen 7km Warmlaufturnus über die Landstrasse bis zur Autobahn nie geändert. Dies deckt sich auch mit den Vermutungen von KTM Deutschland.

Ich bin ja gespannt, wie lange der Motor hält. Bei derartigen Unregelmäßigkeiten bin ich schon erstaunt, dass meiner mittlerweile fast 25.000km runter hat (12/2000).

Am 08.04.01 habe ich mit Guzzi – Gero den Vergaser auseinander gebaut und dabei festgestellt, dass sich im Faltenbalg zwischen Vergaser und Luftfilterkasten etwa 10ccm Benzin angesammelt hatten – das natürlich beim scharfen Bremsen in den Ansaugtrakt laufen würde. Am 10.04.01 bin ich dann schnurstraks zum Händler gefahren, der mir darauf hin das noch als Lösungsoption vorhandene Vergaserunterteil mit Schwimmerüberlauf montierte. Man wird sehen …

Rostige Speichen

Fehlerbeschreibung, Ursache und Wirkung

Die Speichen im Vorderrad sind zum wiederholten Mal zu einer Seite hin (Sichtweise: oberhalb der Narbe in Fahrtrichtung) stark verrostet, die Speichen im Hinterrad nach einem Jahr. Nach Beurteilung eines Werkstoff-Ingenieurs ist dieser Mangel auf eine fehlerhafte Verchromung oder unzureichende Vorbereitung zum Verchromen zurückzuführen.

Laut KTM stellt dies mangelnde Pflege dar. Dieser Vorwurf muss scharf zurückgewiesen werden. Selbst ohne Pflege dürften Speichen nicht nach 6 Monaten derart verrostet sein.

Kommentar

Das ist ein Ding! Ich kenne den genauen Grund des Verrostens nicht, hierzu müsste man die Speichen einer genauen Untersuchung im Labor unterziehen, fest steht jedoch, dass KTM die Unverschämtheit besitzt, mir eine mangelnde Pflege vorwirft, wenn verchromte Speichen zu rosten anfangen. Hallo, KTM!!! Warum verchromt ihr die denn überhaupt??? Vielleicht sollte man das verchromen gleich sparen und dem Benutzer empfehlen, die Speichen beim Reifenwechsel gleich mit zu tauschen.

Rost allgemein

Fehlerbeschreibung, Ursache und Wirkung

An vielen Stellen fing das Fahrzeug bereits nach sechs Sommermonaten an zu rosten, nach einen Jahr sind schon deutlichere Spuren zu erkennen.

Insbesondere an neuralgischen Stellen wie innerhalb der Fußrasten, an der Fahrgestellnummer und an den Federbeinen ist Rost deutlich zu erkennen.

Da dieser Rost nur ärgerlich ist, aber keine Funktionseinschränkung darstellt, gilt er als akzeptiert.

Kommentar

Für ein Fahrzeug, was durchaus bei schlechten Umweltbedingungen eingesetzt werden darf und soll, stellt dies allerdings eine unangemessen schlechte Lackierung dar. Ich habe keinen Prospekt von KTM gefunden, in dem eine blitzsaubere KTM im Einsatz abgebildet war, vielmehr werden dort Einsätze im Gelände abgebildet.

Nun interessiert es mich brennend, wie ich es schaffen soll, ein Alltagsmoped, dass man zudem noch ab und zu ein Schlammbad nehmen darf, vom Wasser fernhalten kann.

… vielleicht bietet ja KTM im nächsten Hard Equipment – Katalog ein Dry-Spray an …

Mist; im Hard Equipment 2001 – Katalog, den ich gestern (8.12.00) erhielt, ist noch keins drin, vielleicht sollte KTM dann noch folgende Produkte rausbringen:

  • Dry-Spray:
    Für ein fortwährendes, trockenes Moped.
  • Anti-Matsch-Spray:
    Damit man nach dem Foto-Shooting einfach durch hochdrehend des Motors (und den dadurch entstehenden markerschütternden Vibrationen) den getrockneten Schlamm wieder abwerfen kann.
  • Oil-Free-Spray:
    Da die KTM’s ja mit Öl nur so rumsauen eine sinnvolle Ergänzung des Sortiments.
  • NOT-Start-Spray:
    Damit man zumindest einen Not-Start durchführen kann und sich dadurch die lästerlichen Kommentare anderer Motorradfahrer ersparen kann.

Drehzahlmesser

Fehlerbeschreibung, Ursache und Wirkung

Der Drehzahlmesser zuckt, dadurch ist ein ablesen der aktuellen Drehzahl z.T. unmöglich.

Kommentar

Na, am TP-Filter gespart? Wenn ja, www.hornschuh.de hilft den Entwicklern von KTM gern weiter. Die Symptome sind eindeutig: Man kann den Drehzahlmesser durch gezieltes Ein- und Ausschalten von Komponenten wie z.B. dem Fernlicht durcheinander bringen, ein Hinweis darauf, das auch die HF-Abrissfunken des Schaltens auch mit ausgewertet werden und sich der Drehzahlmesser nicht auf das Auszählen von Zündimpulsen beschränkt.

Haben die KTM-Testfahrer nie einmal auf gerader Strecke den Drehzahlmesser – sorry: Drehzahlschätzer (messen hat ja was genaues) beobachtet. Soweit ich weiß, ist mir keine KTM Adventure-R bekannt, bei dem der Drehzahlmesser auch als solcher fungiert. Vielleicht hätten die KTM-Mannen auch einfach den digitalen Drehzahlmesser vom Touratech IMO-100R übernehmen sollen …

Vibrationsschäden

Fehlerbeschreibung, Ursache und Wirkung

Der durchvibrierte Benzinpumpenhalter sowie die Schraubbefestigung des Vorschalldämpfers sein ein- bzw. abgerissen und wurde auf Kulanz getauscht.

Kommentar

Naja – vielleicht sind dies tatsächlich keine Konstruktionsmängel sondern vereinzelt aufgetretene Mängel.

Kupplung

Fehlerbeschreibung, Ursache und Wirkung

Nach der Inspektion funktionierte die Kupplung nicht mehr und musste nach 12.460 km getauscht werden.

Kommentar

Ich hatte immer schon auf die nicht einzustellende Kupplung hingewiesen: Im kalten Zustand rutsch sie durch, im warmen Zustand kann ich die Kupplung kaum trennen, ein langsames Vorwärtsrollen und den bei laufenden Motor kaum zu findenden Leerlauf sind die Folgen. Pausenlos stelle ich an dieser blöden Schraube rum, nie finde ich eine für beide Zustände passende Einstellung.

Nun bin ich nur Elektroniker und kenne mich mit Motoren nicht gut aus, stelle mir aber dennoch vor, dass die Kupplung einen größeren Hub haben müsste, damit man die beiden Zustände lösen kann. Weiterhin stelle ich mir auch vor, dass das nicht saubere Trennen im Stand und das durchrutschen im kalten Zustand vielleicht die Kupplungsscheiben aufreibt, so dass die vorzeitig verschleißen. Sollte dies wahr sein, würden vielleicht böse Zungen behaupten, dass dies vom Werk so gewollt währe …

Übrigends: Ein Bekannter mit einer Duke hat exakt das selbe Problem …

Inspektionen

Das die KTM absolut pünktlich alle 5.000 km zur Inspektion muss, ist mir (und vielleicht dem Leser dieser Zeilen) bekannt, spätestens nachdem man sich wieder auf seine Kiste setzt und sich fragt, wo Markus wieder einmal 10 PS gefunden hat. Weniger bekannt sind die extrem hohen Kosten. Wenn die Arbeiten korrekt durchgeführt werden sollen, benötigt ein guter Monteur etwa 3,5 bis 4 Stunden, zusammen mit den Verschleißteilen kommt jedes Mal ein Betrag um die 500,- DM zusammen – und dass alle 5.000km. Da hilft es auch nix, wenn die Ersatzteilpreise im Gegensatz zu der japanischen Konkurrenz moderat ausfallen …

Ich frage mich natürlich, wie die Inspektionen bei Weitreisenden durchgeführt werden, denn in China oder in der Sahara gibt’s wohl kaum alle 100km einen KTM-Stützpunkt …

>Rahmenbruch

Mir bricht der Blick!

Da bin ich ein bisschen Offroad unterwegs und möchte mir die Spuren meiner Taten ansehen, da fällt mir das auf:

… sieht noch gut aus …

… moment mal …

… uuuuuppsss …

Ja, richtig: Ein kleiner, süßer Rahmenbruch.

… so was kann nicht passieren???

KTM ist sich ja recht sicher:

Heft 100% Hard Enduro, Produkt-Übersicht, 1999

„Eine Hard Enduro ist also auf Belastungen ausgelegt, wie sie im normalen Betrieb kaum jemals erreicht werden.
Was das für Sie bedeutet? Sie haben Reserven. Das ist manchmal ein beruhigendes Gefühl“.

Tabelle Adventure-R:

Optimal geeignet: Offroad, Asphalt Touring, Reise/Fernreise/Nationale Rallyes

Mein Kommentar:
Ich fahre, wie oben beschrieben, schon mal über Schotterpisten und Feldwege, bin aber zumeist auf kleinen, verwinkelten Straßen unterwegs. Allerdings fahre ich auch Autobahn – zum Erreichen von Reisezielen eine durchaus willkommene Alternative. All dies soll ja meine Kiste schaffen, zumindest geht dies aus dem o.g. Schriftstück hervor.

Da das zentralste Teil meiner Kiste gebrochen ist, muss ich die wohl derart rangenommen haben, dass ich sicherlich den Herren Meoni & Cox eine ernsthafte Konkurrenz währe …

Die Zeit des Wartens …

Nach einigen hin- und her sind die Probleme meiner KTM zur Chefsache erklärt worden. KTM Deutschland hat sich meine Kiste nach Ursensollen geholt, nicht nur den neuen Rahmen einzubauen, sondern auch den Motor wurde hinsichtlich der Ölvermehrung zu überprüfen. Des weiteren sollte das Problem mit meinem Benzinhahn abgestellt werden.

Meine Kiste habe ich am 07.05.2001 meinem Händler zur Verfügung gestellt, nach vielen telefonischen und schriftlichen Anfragen und Mahnungen, genauso vielen z.T. haarstäubenen Ausreden und neuen Terminen, konnte ich dann am 17.07.2001 wieder abholen. Nach über 10 Wochen. Welch eine Meisterleistung!

Zwischendurch wollte ich ja noch zum KTM-Festival in SPA. Mangels Motorrad (mir wurde auch von keiner Seite ein Leihgerät gestellt) blieb mir außer der Rechnung nix. Prima.

Das Beste: Ich habe in meiner Anmeldung zum KTM-Festival gefrotzelt, dass es keine Frage ist, ob meine Freundin mit Ihrer Suzuki DR 800 S ankommt, sondern eher ob ich mit meiner Adventure-R ankomme … Warum habe ich immer nur Recht?

Ende in Sicht?

Nun sollte die Kiste eigentlich laufen … und dies ohne größere Probleme wie mir von meinem Händler und KTM Deutschland zugesichert worden ist.

Rahmenbruch … und danach …

Ich konnte es ja kaum fassen, dass ich meine schöne, blaue Adventure-R noch mal wieder sehe.

Nachdem die Kiste noch mal von meinem Händler durchgesehen worden ist, konnte ich von dannen preschen – öhhh, natürlich nicht, da ja weder ich noch der Händer wusste, was am Motor gemacht worden ist. Zumindest die Gehäusedichtungen sind erneuert worden, was darauf hin deutete, dass der Motor komplett zerlegt wurde. Im Klartext heißt dass: Erneutes Einfahren. Und natürlich noch eine Inspektion nach 1.000km …

Seitenständer

Nachdem ich Zuhause irre stramm verlegte Kabel wieder neu verlegt hatte, wollte ich noch eine Runde drehen. Also: GPS drauf, Kickstarter raus, Kick … und … Überraschung:

Der Kickstarter hing in halber Höhe. Grund hierfür ist die nachträglich angeschweißte (sieht man deutlich am Lack, der halt doch nicht die gleiche Farbe hat) Seitenständerhalterung. Na Prima!

Benzinhahn

Bla-Bla-Bla, keinen Bock mehr hier was zu schreiben. Siehe hier.

Hitzewallungen

Im Stau leuchtete auf einmal die Kontrollleuchte „Kühlflüssigkeitstemperatur“ auf – hatte ich ja noch nie gesehen. Aber warum läuft dann nicht, wie sonst auch, der Kühlerventilator? Naja, Kiste aus, rechts rangeschoben, 1/4 Stunde gewartet, gestartet, in den Stau gestellt, nach 1/4 Stunde Lampe an … das ganze 4-5 Mal … PRIMA!

Halteblech Benzinpumpe

Naja, kennt man ja schon: Das Halteblech der Benzinpumpe ist schon wieder gerissen (erstmalig am 20.04.00 bei km-Stand 12.864). Entweder ist das auch ein bisher ungelöstes Serien-Problem oder es ist einfach unter Spannung beim Rahmentausch eingebaut worden.

DAS ENDE

Nach der Inspektion habe ich meinem Händler deutlich die gelb-rote Karte gezeigt.

Aber gut, der nächste Urlaub-Kurztrip kommt am Wochenende zwischen dem 17.08.2001 und dem 19.08.2001.

Sttttoootttern …

Bei km-Stand 30.755 traten starke Fehlzündungen auf, und zwar zwischen 5.000 und 7.000 U/min. Darunter wie darüber kaum noch. Hmmm. Vielleicht die Zündkerze? Oder die Elektrik? Noch ein paar Kilometer weiter gefahren, vielleicht gibt’s sich ja. Nein doch nicht.

Die Zündkerze war eine NGK DPR8EA 9 mit 0,85mm Elektrodenabstand. Hmmm, irgendwie habe ich dass anders im Kopf. Richtig, Handbuch Seite 36: NGK DR8EA mit einem Elektrodenabstand von 0,7mm. Sollten sich in den letzten hundert Kilometern nach der Inspektion die Elektrodenabstände derart stark dezimiert haben? Naja, andere Zündkerze rein und weiter.

Nach 20 km trat der Fehler wieder auf … aber zuvor …

Zuviel Öl

Was ist dass? Da meinte mein Motor wohl es allzu gut mit der Reinigung und saute sich auf der rechten, unteren Zylinderseite komplett mit Öl ein.

Ursache ist wohl eine undichte Zylinderfußdichtung, die durch eine unfachmännische Montage der hinteren Stehbolzen herrührt.

Zur Nachbesserung müsste der komplette Motor erneut zerlegt werden …

… Schmoll …

Naja, und dann hatte ich 700km Zeit, mir alle möglichen Gemeinheiten auszudenken. Und dass fiel mir gar nicht schwer: Beim Überholen, beim Fahren über 100 km/h, immer ruckelte und schuckelte es.

ENDE, AUS, SCHLUSS

Am 20.08.2001 habe ich dann bei meinem Händler angekündigt, meine Adventure Ihm wieder auf den Hof zu stellen. Am 22.08.01 habe ich es dann auch gemacht.

Mit anderen Worten: Dieses Teil will ich nie wieder fahren.

Meine Bekannten haben mir wieder und wieder gratuliert.

NACHWORT

Das wird noch geschrieben … ich bin gespannt darauf, ob hier noch ein Link auf eine weitere KTM stehen wird …

Die neue Alte

Ja prima, KTM Deutschland hat nach den Schlappen, die die sich bei dem Umbau des Rahmens und der Motorrevision geleistet haben, wohl doch überlegt, nix mehr tun zu müssen.

Der Außendienstmitarbeiter stufte die Probleme als nicht so dramatisch ein, dass KTM ein weiteres Kulanzangebot mir unterbreiten möchte. Aber: Großzügig wie KTM doch ist, soll der Pfusch mit dem Zylinderfuß und der falsch angeschweißte Seitenständer noch auf Kulanz wieder durch meinen Händler gerichtet werden.

Alternativ das Angebot von meinem Händler: 6.000,- DM für meine Kiste beim Kauf einer neuen. Prima. Nö, 10.000,- DM plus Gepäcksystem, Roadbookhalter usw. zzgl. Umbau, macht vielleicht 11.500,- DM bis 12.000,- für ein Modell 2001 … ich weiß nicht …

Mein Fazit am 05.09.2001: Nach 2 Jahren und 30.000 Kilometern Nutzung (im letzten halben Jahr konnte ich ja meine KTM kaum bewegen) ist meine KTM also fast verbraucht. So hatte ich dass mir allerdings nicht gedacht …

Das Ende II

Irgendwie habe ich das Gefühl, ein Weichei zu sein. Jedenfalls habe ich dann doch nicht meine Kiste verkauft oder -schrottet, sonder bin sie einfach weiter gefahren …

Natürlich auch immer schön im Gelände. Bei einem kleinen Umfaller hat meine Kiste allerdings doch etwas heftigeren Schaden genommen:

Ich hatte den Schalthebel verloren. Nicht etwa, dass der Hebel ansich durchgebrochen war, nö, die Getriebewelle ist gebrochen.

Naja, und der Tank tropfte auch ganz bedenklich. Man kann gut den Riss über die Längsseite des Tanks sehen.

Und natürlich ist auch der unkappurbare Gepäckträger kaput.

Natürlich sind auch noch ein paar Kleinteile betroffen gewesen wie Lenker krumm und so. Zusammen sollte das 5.700,- Reparaturkosten ausmachen.

Haltbarkeit

Was mich jedoch stutzig macht, ist die Tatsache, dass

  • Es nie vorkommt, dass der Motor auseinander genommen werden muss,
  • Es nie vorkommt, dass der Tank reisst,
  • Es nie vorkommt, dass der Gepäckträger reisst,
  • Es nie vorkommt, dass die Schaltwelle bricht
  • Und es erst recht nie vorkommt, dass der Rahmen bricht.

Ich muss ein Glückspilz sein!

Stillstandzeiten

Ach – fast hätte ich’s vergessen: Zum ganzen Glück habe ich natürlich auch dass Glück gehabt, dass mir durch die reichlichen Pannen und langen Wege bei KTM eine häufige Nutzung meines Moped verwehrt blieb – wahrscheinlich auch gut so. Ausfälle waren:

  • 10 Wochen wegen Rahmenbruch.
  • 5 Wochen wegen Nachbesserung Motorrevision
  • 4 Wochen Tank und Schaltwellen – Problem

Ich glaube, ein Jahr hat 52 Wochen, wovon vielleicht 40 einigermaßen Nutzbar sind, von denen ich also nur knapp mehr als die Hälfte nutzen konnte. Prima.

Kontakt zu KTM – Kommentar

Ich habe die o.g. Mängel an KTM / Österreich gesandt, von da aus habe ich nach zwei Wochen die Mitteilung erhalten, dass dies an KTM / Deutschland weitergeleitet worden ist, die jedoch schon nach 5 Tagen mir geantwortet hatte.

Der Tenor dieses Schreibens war: Selbst schuld (rostige Speichen) oder wenden Sie sich an ihren Händler (alles andere).

Was wollte ich eigentlich mit diesem Schreiben erreichen? Ich wollte einmal sehen, was KTM von seinen Kunden hält. Wenn einer Firma die Kunden wichtig sind, wird sie auf einen derartigen Brief positiv zugehen, und wird versuchen, durch eine geglückte Bearbeitung einer Rüge diesen Kunden umso mehr an sich binden.

Dies ist KTM in meinem Fall nicht geglückt. Im Gegenteil: Durch die Behauptung, ich sei aufgrund mangelnder Pflege schuld an dem Zustand der Speichen, haben Sie nur noch mehr meinen Eindruck bekräftigt, dass KTM gar kein Interesse an einer Bindung eines Kunden an das Unternehmen hat.

Was währe meiner Meinung nach der richtige Weg gewesen? Eine positive Einstellung. Wenn KTM mich angerufen hätte und gefragt hätten, ob ich zu einem Termin bei meinem KTM-Händler mal vorbeischauen könnte. Dort hätte sich ein Werksingenieur sich meine Probleme angehört, Lösungsvorschläge unterbreitet und mir das Gefühl gegeben, dass KTM mich weiterhin als Kunden haben möchte.

Meine klares Fazit: Wenn Beckfeld nicht wäre, hätte ich keine KTM mehr – nie mehr.

Fahrtenbuch

Was? Datum km Kosten Besserung durch
Kauf 18.03.99 0 0,00 DM Start der Kampagne
Inspektion 30.03.99 840 450,00 DM
Benzinhahn schwergängig 01.04.99 840 0,00 DM Benzinhahn gängig gemacht
Bremsen quietschen 01.04.99 840 0,00 DM Bremsbeläge getauscht
Ölverdünnung, Öl tritt aus dem Luftfilterkasten aus und riecht nach Benzin 01.04.99 2.312 0,00 DM Ölwechsel nach 1.472 km!
Benzinhahn schwergängig 26.05.99 4.500 0,00 DM Benzinhahn gängig gemacht
Liegen geblieben aufgrund defekten Benzinhahn 01.07.99 5.789 0,00 DM
Inspektion 08.07.99 6.379 503,27 DM
Rost an Speichen im Vorderrad 08.07.99 6.379 0,00 DM Speichen getauscht
Fußraste Sozius schwergängig 08.07.99 6.379 0,00 DM Fußrasten gängig gemacht
Benzinhahn schwergängig 08.07.99 6.379 0,00 DM Benzinhahn gängig gemacht
Drehzahlmesser springt 08.07.99 6.379 0,00 DM NIX
Bremsen quietschen 08.07.99 6.379 0,00 DM Bremsbeläge getauscht
Sprang nicht an 10.07.99 6.532 9,00 DM Kerzenwechsel
Sprang nicht an 25.07.99 7.098 9,00 DM Kerzenwechsel
Makrolon-Halter GPS III def 09.11.99 10.769 0,00 DM Auf Kulanz repariert (von Touratech)
Sprang nicht an 12.03.00 12.341 9,00 DM Kerzenwechsel
Liegen geblieben aufgrund defekten Benzinhahn 26.03.00 12.791 0,00 DM
Inspektion 20.04.00 12.864 572,65 DM
Wechsel Kette 20.04.00 12.864 270,00 DM
Rost an Speichen im Vorderrad 20.04.00 12.864 0,00 DM Auf Kulanz getauscht
Rost an Speichen im Hinterrad 20.04.00 12.864 0,00 DM Auf Kulanz getauscht
Rost am Rahmen, Fußrasten, hint. Federbein etc 20.04.00 12.864 0,00 DM rostet munter weiter
Benzinhahn schwergängig 20.04.00 12.864 0,00 DM Auf Kulanz getauscht
Drehzahlmesser springt 20.04.00 12.864 0,00 DM Nix, Springt immer noch
Benzinschlauch defekt 20.04.00 12.864 0,00 DM Auf Kulanz getauscht
Benzinpumpenhalter gerissen 20.04.00 12.864 0,00 DM Auf Kulanz getauscht
Vorschalldämpferhalter abgerissen 20.04.00 12.864 0,00 DM Auf Kulanz getauscht
Kupplung verschlissen 20.04.00 12.864 397,45 DM ern.
Schalldämpfer klappert 20.04.00 12.864 40,00 DM Schalldämpfer in Eigenregie gestopft
Vorderrad schlägt zwischen 50-60 km/h mäßig, ab 150 km/h extrem 28.04.00 ab 12.864 0,00 DM Nach kauf eines Wuchtgerätes selbst gewuchtet
Liegen geblieben, Motor hatte Aussetzer 19.08.00 17.982 0,00 DM Kabel zum Seitenständer hatte Kabelbruch, neu verlötet
Inspektion, Bremsflüssigkeit gew. Bremsbeläge v. gew., Kabel Seitenständer angelötet 01.09.00 19.527 532,36 DM
Sieb-Endkappe vom HXC-Schalldämpfer abgefallen 24.11.00 21.435 108,72 DM ern.
Displaybeleuchtung vom Tripmaster ausgefallen 07.02.01 24.110 0,00 DM Tripmaster ausgebaut, abvibriertes Kabel angelötet
Inspektion, Bremsbeläge v. gew., Motor magerer abgestimmt. 20.02.01 25.287 570,58 DM Händler hat sich sehr viel Mühe gegeben, 7 Std. tatsächliche Arbeit, abgerechnet wurden nur 3,75 Std.
Kupplung rutscht durch, Benzinhahn schwergänig 06.03.01 25.473 234,64 DM Kupplung getauscht, Benzinhahn gängig gemacht
Fernsteuerung Tripmaster ohne Funktion 11.3.01 25.876 0,00 DM abvibriert Kabel Fernsteuerung angelötet
Vergaser demontiert, dabei ca. 10ccm Benzin im Faltenbalg zwischen Vergaser und Luftfilter gefunden 08.04.01 26.954 0,00 DM Eigenregie
Benzinhahn hängen geblieben, liegen geblieben 08.04.01 27.096 0,00 DM Ich gebe auf!
Vergaserunterteil mit Schwimmerüberlauf montiert 10.04.01 27.265 0,00 DM Kulanz
Kettensatz erneuert 10.04.01 27.265 258,82 DM
Gabel-Simmering undicht, Öl läuft aus der Gabel in großen Mengen raus. 12.04.01 27.517 247,00 DM Aufgrund Terminproblemen des Händlers Simmering und Gabelöl in Eigenregie getauscht.
Rahmenbruch 07.05.01
bis
17.07.01
29.312 0,00 DM Tausch wurde von KTM Deutschland auf Kulanz durchgeführt
Motorrevision / Inspektion 07.05.01
bis
17.07.01
29.312 0,00 DM Tausch wurde von KTM Deutschland auf Kulanz durchgeführt
Kickstarter kann nicht durchgetreten werden 18.07.01 29.402 0,00 DM KEINE Nachbesserung
Benzinhahn klemmt erneut 19.07.01 29.552 0,00 DM Inspektion
Im Stau nach Auslösung der Öltemperatur – Kontrollampe liegen geblieben 24.07.01 29.714 0,00 DM Lüfter getauscht
Halter Benzinpumpe gerissen 28.07.01 30.027 0,00 DM Blech getauscht
Inspektion,Blinker – Kontrolleuchte getauscht, Benzinhahn gängig gemacht, Lüfter getauscht, Halteblech Benzinpumpe getauscht 10.08.01 30.607 540,30 DM Händler besorgte mir einen gebrauchten Lüfter für 150,- DM, Halteblech kostete keine 10,- DM
Starke Fehlzündungen 17.08.01 30.822 0,00 DM
Öl tritt aus 17.08.01 30.822 0,00 DM
Benzinhahn klemmt erneut 18.08.01 31.067 0,00 DM
Zurückgegeben 22.08.01 31.500 0,00 DM km Stand nicht aufgeschrieben
Gesamtaufwendungen: 4.069,70DM

Reifenwechsel

Fabrikat Datum km-Stand Kosten
Michelin Enduro 4 Erstausstattung 18.03.99 0 0,00 DM
Michelin T63 26.05.99 4.500 467,80 DM
Michelin T63 ??? ??? 450,00 DM
Michelin T63 20.04.00 12.864 430,00 DM
Michelin T63 ??? ??? 450,00 DM
Michelin T63 ??? ??? 305,00 DM
Michelin T63 02.10.00 20.977 420,20 DM
Michelin T63 28.02.01 25.565 305,00 DM
Michelin T63 30.04.01 28.235 305,00 DM
Gesamtaufwendungen 3.133,00 DM

Metzeler Enduro 4

Wie man sieht, hat der Reifen (bei meiner Fahrweise) nur 4.000km gehalten. Die Fahreigenschaften auf trockener wie feuchter Straße war hervorragend.

Leider sind setzen sich die guten Eigenschaften im Gelände nicht fort. Das Profil setzt sich durch den geringen Negativ-Anteil gerade bei schlammigen / lehmigen Untergrund sehr schnell zu, so dass man nur noch über den Boden schliddert. Schotterpisten sind aber trotzdem ganz gut zu schaffen.

Michelin T63

Der T63 hält leider auch nur an die 4.000km, dann ist das Profil aber wirklich hin. Im Geländeeinsatz sollte er sicherlich nach 2 – 3.000km getauscht werden.

Auf der Strasse will die Karre zunächst gar nicht geradeaus, wenn nach einigen hundert Kilometern die Kanten einigermaßen Rund gefahren sind, geht’s besser. Lustigstes Beispiel: Wir wollten in den Harz, ich habe das ganze Gepäck in meine beiden Koffer gepackt, eine Ortlieb-Tasche noch quer oben drauf und bin mit leerem Tank gestartet. Die Reifen habe ich einen Abend vorher getauscht. Ein Erlebnis. Mit 140 km/h auf der Autobahn dachten wohl alle, dass ich ziemlich beduselt sein müsste, weil die Karre wie blöd am Pendeln war.

Nach einiger Zeit kann man aber mit dem T63 ganz gut auf der Straße fahren. Schön ist auch das definierte driften auf der Straße, der einen genau zeigt, wie weit man den Hahn aufdrehen darf.

Die Vorteile kann der T63 natürlich im Gelände verbuchen. Mit der Adventure-R zieht er locker über Stock und Stein.

Kauf Zubehörteile

Was? Hersteller Datum

Kosten

KTM 640 LC4 Advernture-R Dakar 98 KTM 18.03.99 15.300,00 DM
GPS III mit Halter und Kabelsatz wird nicht eingerechnet, da es gegen das GPSMap 162 getauscht wurde Garmin 17.03.99 0,00 DM
Lenker – Mittelstrebe Touratech 17.03.99 39,00 DM
Softwarepaket (QuoVadis, Fugawi) Diverse 17.03.99 399,00 DM
Fernbedienung Tripmaster Touratech 18.03.99 149,00 DM
Roadbook-Leser RB-TT Touratech 18.03.99 479,00 DM
Träger für Roadbook-Leser KTM 18.03.99 99,00 DM
Hecktasche Touratech 18.03.99 79,00 DM
2 x Spanngurte Touratech 18.03.99 28,00 DM
Leistungsoptimierung mit Schalldämpfer HXC, Luftfilterkasten mit Gaze, Bedüsungsänderung KTM / Beckfeld 30.03.99 730,15
Seitenständer mit Schalter, Federn etc. KTM 05.05.99 193,92 DM
Lenkererhöhrung Touratech 05.05.99 75,00 DM
Werkzeugtasche Touratech 04.06.99 199,00 DM
Zega Koffersystem Touratech 29.12.99 1.099,00 DM
Innentaschen zu Koffersystem Touratech 18.01.00 158,00 DM
Endkappe EXC KTM 27.04.00 29,13 DM
GPSMap 162 Garmin 04.01.01 1.440,00 DM
Halter für GPS 162 Touratech 04.01.01 130,00 DM
Antenne für GPS 162 Touratech 04.01.01 99,00 DM
Software GPSMap Deutschland Garmin 04.01.01 99,00 DM
Kabelsatz GPS 162 Touratech 04.01.01 149,00 DM
Kettenradschutz SuperCompetition KTM 09.04.01 71,41 DM
Zusammen: 20.314,46 DM

Leistungsoptimierung

Wwwwwaaaaaaaaaa … das hat’s gebracht. Leistung satt. Woww, kommt das Ding. Super – aggressiver Antritt, der sich in der Endgeschwindigkeit nicht so bemerkbar macht.

Die offene EXC Endkappe hat die Kiste vor allem Höllen-Laut gemacht. Im Stand blubbert die ja noch ganz gut, gibt man allerdings Gas, tobt das Inferno hinten raus. Und Leistungsmäßig ist kaum ein Unterschied zu merken (ich habe die Kiste mit dem Schalldämpfer ja noch nicht auf dem Prüfstand gehabt). Was mich auch enttäuscht hatte, ist die Tatsache, dass an dem Dingen nach 4 Wochen Nutzung kein Lack mehr dran war …

Falls dies ein KTM-Mitarbeiter liesst: So ein Auspuff wird warm. Heiß sogar. Und dann sollte man schon nicht den Lack draufpinseln, mit dem man das Holzspielzeug vom Sohneman verschönert.

Nachgerechnet:

Nun kann man’s nachrechnen, wie teuer es (für mich ist) eine KTM zu fahren (Stand nicht aktuell):

Wert KTM 20.314,46 DM
Wert derzeit 13.000,00 DM
Wertverlust 7.243,05 DM
Kosten Inspektion und Wartung 3.529,04 DM
Kosten Reifen 2.828,00 DM
Kosten Sprit bei 7,5 l/100km (komme ich i.d.R. nicht mit hin) und 1,80 DM Spritpreis pro Liter auf 27.500 km 3.712,50 DM
Kosten bei 27.500 gefahrenen Kilometern ohne Wertverlust 0,37 DM
Kosten bei 27.500 gefahrenen Kilometern mit Wertverlust 0,66 DM

Nettes Sümmchen, ne?