Klosterruine Heisterbach

Am barocken Eingangsgebäude …

… kann man auch das im o.g. Roman erwähnte Schild vorfinden:

Wann ist dieses Gebäude erbaut worden?

(Kleiner Tipp: Chronogramm)
((Und wenn man das gelöst hat, findet man sicherlich auch den Geocache: GCTY6M)

Vom ehemaligen Kloster steht nur noch die Chorapsis.

Das Kloster wurde 1189 von 12 aus der Abteil Himmerod gesandten Brüdern gegründet. 1237 wurde Abteikirche mit einer Länge von 88 Metern und einer Breite von 44 Metern geweiht. Die Kirche wurde nur noch vom Kölner Dom übertroffen.

Bemerkenswert ist die Gestaltung der Apsis: Die zweischalige Apsis ist schon damals so gebaut worden, allerdings wurden hier doppelte Säulen zwischen Apsis und Umgang verbaut worden.

Dadurch entstand ein kompletter, eigenständiger Umgang.

1803 wurde Heisterbach im Zuge der Säkularisation aufgehoben, ab 1809 wurde sie nach Verkauf zum Abbruch zur Gewinnung von Steinen gewonnen. Zunächst wurden die Steine zum Bau des Nordkanals verwendet, später auch – ironischer Weise – zum Bau der Festung Ehrenbreitstein. 1818 wurden die Abbrucharbeiten durch eine Verfügung unterbrochen, so dass die Chorruine wie sie heute existent ist, erhalten werden konnte.

Von hier aus kann man die Dimensionen der ehemaligen Kirche erahnen. Die weißen Quadrate markieren die Stützpfeiler für das linke und rechte Seitenschiff, der Gang markiert den an der rechten Seite der Kirche angebauten Kreuzgang.

An dieser Stelle kann man natürlich darüber philosophieren, in wie fern es gerechtfertigt war, ein so monumentales Bauwerk abzureißen. In wie fern überhaupt die Säkularisation gerechtfertigt war.

Die kirchlichen Güter, die ihren Besitzer wechselten waren gerade zur Zeit der Säkularisation 1802 / 1803 gewaltig, so dass der weltliche Einfluss der Kirche rapide geschwächt und die Aufklärung aufblühen konnte.

Mit dem offenen Tor des Klosterfriedhofs endet dieser Artikel.