Kölner Kirchen

Kajakfahrer.

Ich hatte ihn auch angesprochen, ob eine Rheinbefahrung so einfach wäre.

Natürlich würde das mit (m)einem Faltboot überhaupt nicht gehen, man müsse dazu schon ein Seekajak wie seins haben: Lang und schlank. Naja, meins ist länger und schmaler, es muss wohl eine generelle Abneigung gegen Faltboote sein.

Angst machte mir die Aussage, dass der Rhein hier etwa 8km/h schnell ist. Das ist schon eine engagierte Reisegeschwindigkeit. Bis knapp über 10km/h schaffe ich kurzzeitig, mal gucken, wie schnell ich mit den neuen Paddeln werde … 😉

Also … in ein paar Jahren …

St. Kunibert

Auf dem Weg zum Dom kam ich noch an St. Kunibert vorbei.

St. Kunibert ist eine sehr schöne romanische Kirche, die ab 1210 gebaut und 1247 geweiht wurde. Bemerkenswert ist, dass der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden zur Weihe ein großes Fest ausgerichtet hatte. Konrad von Hochstanden ist auch (natürlich) maßgeblich am Bau des Doms beteiligt gewesen, dessen Baubegin ein Jahr später statt fand.

http://de.wikipedia.org/wiki/St._Kunibert_(Köln)

Die Kirche ist als dreischiffige Basilika angelegt. Die Orgel ist hier nicht – wie eigentlich üblich – im Westwerk der Kirche untergebracht, sondern seitlich, um den Blick auf das Westwerk nicht zu verbauen.

Bemerkenswert sind die aus dem 13. Jahrhundert erhaltenen, restaurierten Originalfenster des Chores (um 1230). Diese vor den Bombenangriffen im 2. Weltkrieg entfernt und in Sicherheit gebracht.

Weitere Informationen im eigenen Wikipedia-Artikel.

Über die beiden Wandmalereien habe ich leider nichts in Erfahrung bringen können.

Kölner Dom.

Imposantes Bauwerk, allerdings ist der Kölner Dom kein „reines“ gotisches Bauwerk, da er zwar schon 1248 begonnen, aber erst 1880 unter Zuhilfenahme damals modernster Bautechniken (der Dachstuhl ist bspw. eine sehr moderne Eisenkonstruktion).

Schöne, gotische Fensterfronten.

Fotos vom Innenraum möchte ich nicht veröffentlichen, da dort gerade eine Messe abgehalten wurde. Ich habe natürlich Aufnahmen ohne Blitz vom hinteren, abgesperrten Teil gemacht.

Römisch- Germanische Museum

Ich bin noch in das sehr sehenswerte Römisch- Germanische Museum gegangen. Es ist schon beachtlich, wie fast 2000 Jahre alte Gebrauchsgegenstände aussehen: Fast so, als würde man die am Laden um die Ecke kaufen können …

Groß St. Martin

An Groß St. Martin musste ich vorbeigehen, alleine schon, weil ich darüber viel gelesen hatte.

Bemerkenswert ist der charakteristische Vierungsturm mit seinen vier Ecktürmen und dem kleeblattförmigen Chorraum, den ich aber leider nicht von innen bestaunen konnte, da die Kirche geschlossen wurde.

Zur Kirche Groß St. Martin gehörte auch noch bis zur Säkularisation die Benediktinerabtei.

Die wechselvolle und teils traurige Geschichte von Groß St. Martin kann man in dem tollen Wikipedia-Artikel nachlesen. Wenn man sich das Bild der fast vollständig durch den Weltkrieg zerstörten Kirche von 1946 vor Augen hält, ist es schon fast ein Wunder, dass diese Kirche so wieder aufgebaut wurde.

St. Gereon

Eine weitere herausragende Kirche ist St. Gereon.

Basis der Kirche ist das zentrale Oval, das bereits im 4. Jh. entstand. Damit ist sie zu einem der ältesten immer noch genutzten Kirchen auf deutschen Boden.

1219-1227 wurde das das Oval zu einem Zehneck umgebaut und eine Kuppel aufgesetzt. Diese war zur Zeit der Entstehung die größte Kuppel und wird nur noch von der Hagia Sophia und dem Florentiner Doms übertroffen.

Wilhelminische Kapelle mit Pieta.

Krypta mit Kreuzigungsaltar um 1540.

Aus dem späten 13 Jh. erhaltenes Fresko mit Kreuzigungsdarstellung.

Anfertigung der Fotos

Vorsorglich möchte ich darauf hinweisen, dass die Fotos selbstverständlich ohne Blitzlicht entstanden sind und ich die Fotos der Innenräume auch nur dann gemacht habe, wenn niemand in der Kirche war, um nicht die Andacht zu stören.

Historische Romane

In etlichen Historischen Romanen werden die Kölner Kirchen erwähnt oder spielen sogar eine wichtige Rolle. In „Tod und Teufel“ von (kölner) Frank Schätzing wird der Tod vom ersten Dombaumeister Gerhard von Rile thematisiert. Hier wird auch oft der damalige Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden erwähnt, der auch St. Kunibert geweiht hatte. Andrea Schacht erwähnt in ihrer Mitteraltersaga um die Begine Almut Bossart oft die Dombaustelle und Teile der Geschichte spielen in und um Groß St. Martin.