KTM 640 LC4 Adventure 2002

KTM 640 LC4 Adventure 2002 „Rallye“

Über meine Adventure.

Nach dem jähen Ende meiner 98er Adventure wollte ich mir eigentlich keine KTM mehr kaufen. Nach einiger Suche musste ich doch feststellen, dass für meine Roadbook-Touren durch McPom doch die Adventure die allerbeste Wahl ist. So habe ich mir die Maschine Anfang 2002 neu gekauft.

Ich habe die neue Adventure gleich mit der erprobten Ausstatung bestellt, auch gleich mit dem Rallye-Motorschutz, damit bei einem Sturz der Tank, Schalt- und Bremshebel heil bleiben. Alle anderen Ausrüstungen wurden innerhalb des ersten Jahres ergänzt.

Die Adventure wurde überwiegend auf Roadbooktouren und Endurotouren von 2002-2008 eingesetzt. In 2009 konnte ich krankheitsbedingt nicht mehr Enduro fahren und im 02/2010 lief der TÜV ab. Im November 2013 habe ich die Adventure nach dem Tod meines Hundes wieder flott gemacht und bin seit dem ein paar hundert km gefahren.

Wie bin ich mit der Adventure zufrieden?

SUPER! Wirklich super! Der Motor zieht zuverlässig ohne Ruckeln hoch, ich bin auch im Gelände super gut mit der Adventure zurecht gekommen. Nachteilig ist im Vergleich zur EXC das hohe Gewicht. Der Komfortgewinn durch den großen Tank, der guten Sitzbank und der durch den Windschild gut geschützten Instrumente haben es wieder wett gemacht.

Sollte ich noch einmal Roadbooktouren fahren, würde auf jeden Fall wieder eine KTM Adventure fahren.

Warum Verkauf?

Dank meiner geänderten Lebenssituation will ich zukünftig mein Moped mit Sozia auf der Straße fahren. Und dafür ist meine geliebte Adventure einfach nicht das optimale Moped. Daher trenne ich mich schweren Herzens von der Adventure.

Was wird verkauft?

Ich habe mit der KTM Roadbooktouren gefahren und dazu einiges an Zubehör. Hierzu zählen:

  • 2 x 5l Benzinkanister.
  • Ersatzbremsklötze.
  • Reifenmontagehilfe und Pendelwuchtgerät.
  • Aufbockhilfe.
  • Kette, mehrere Ritzel für unterschiedliche Übersetzungen (Gelände / Straße).
  • viel Zubehör und Verbrauchsmaterial.
  • KTM-Dokumentationsmappe mit allen Rechnungen vom KTM Händler.
  • Original Schalldämpfer, Luftfilterkasten, Sitzbank, …
  • Diverse Öl- und Schmiermittel (Luftfilter, Kettenspray, …)

Verbautes Zubehör

Fahrwerk:

  • Gabel-Schnellentlüftung.
  • Pre-Load-Adjuster zur Einstellung der Federvorspannung des Vorderrades.

Beide sehr sinnvoll, weil:
Die Schnellentlüftung betätigt man nach dem Anschnallen des Mopeds auf dem Anhänger zur Entlüftung der Gabel, wenn man das Moped wieder auf der Erde hat, nochmals zum Belüften. Dies dient zur Schonung der Simmeringe.
Der Pre-Load-Adjuster ist eine Einstellung der Federvorspannung des Vorderrades, die bei KTM auf ein Fahrergewicht von ca. 75 kg eingestellt ist. Ich habe die auf ca. 90 kg Fahrergewicht + 10 kg Ausrüstung = 100kg einstellen lassen.

Motor:

  • KTM Sommer Leistungskit (Originale vorhanden):
    – Luftfilter.
    – HXC Schalldämpfer.
    – Bedüsung.
  • Kleines Ritzel (Original vorhanden).

Das Leistungskit ist für den Einsatz optimiert: Spontaner Druck im gesamten Drehzahlband. So kann man „mal schnell“ das Vorderrad leichter machen, wenn’s durch Sand geht oder ein kleiner Ast im Weg liegt.

Rahmen:

  • Dreiteiliger Rallye Motorschutz (Original vorhanden):
    – Mittelteil aus 6mm Alublech.
    – Links 3l Wasserbehälter, Schweißteil aus 3mm Alublech.
    – Rechts Werkzeugkasten, Schweißteil aus 3mm Alublech.
  • KTM Alu-Kettenradschutz der Competition Motorräder (Original vorhanden)
  • Lexan Scheinwerferschutz
  • Lenkererhöhung
  • Durch KTM Händler aufgepolsterte Sitzbank. (Original vorhanden)
  • KTM Rallye-Fussrasten (Original vorhanden)
  • KTM SC Klappspiegel

Der fehlende Rallye-Motorschutz hatte einen Totalschaden der 98er Adventure zur Folge: Dummerweise ist der Tank so lang, dass gerade die untere Ecke sauber auf dem Boden aufliegt. Fällt die Kiste schon im Stand auf Teer, reißt – wie bei mir – der Tank. Und: Der Schalthebel bricht praktischerweise direkt am Getriebegehäuse ab. Das bedeutet fast einen Totalschaden. Der breite Rallye Motorschutz fängt die Maschine ab, sie liegt (meist) auf dem Motorschutz und dem Lenker. Weiterer Vorteil: Unrat von unten (hochgeschleuderte Steine, Äste, etc.) werden zuverlässig vom Fuß ferngehalten.

Der Lexan Scheinwerferschutz vermeidet das Risiko, dass der teure Glas-Abblendscheinwerfer in Ellipsoidtechnik einen Schaden nimmt. Der Alu-Kettenschutz schützt das Kettenrad.

Die Umbauten Lenkererhöhung und Sitzbank dienen der „Ergonomie am Arbeitsplatz“: Mit der Lenkererhöhung fährt es sich im Stehen besser, die höher gepolsterte Sitzbank für geringeren Kniewinkel. Beim durchgehend gleichen Schaumkern (statt Fahrer / Beifahrer unterschiedlich) kann man besser auf der Sitzbank hin- und herrutschen um den Schwerpunkt zu verlagern.

Wenn man an einem Wochenende ein paar hundert Kilometer im Stehen fährt, weiß man auch die breiten Fußrasten zu schätzen. Die normalen Spiegel haben mich beim Fahren im Stehen am Unterarm gestört.

Navigation:


  • Rallye Touratech Cockpitumbau.
  • Touratech IMO 100R300. Motorradcomputer mit Roadbookfunktion mit einer Genauigkeit von 10m. Im KFZ Brief eingetragen.
  • Touratech Roadbookhalter RB-TT.
  • Touratech Fernbedienung Rallye 7 für RB-TT, IMO und Nav-Assist.
  • Touratech LED Kontrollampeneinheit.

Zum Roadbookfahren gehört natürlich ein Roadbookhalter und ein Tripmaster.
Der bei der 2002er Adventure verbaute Original-Tacho ist nur 100m genau, zudem recht tief montiert. Daher der IMO 100R300. Der 300er einfach, weil er mehr Schnickschnack dran hat, wie bspw. einen Tourenzähler, bei dem man die letzten Tage ausgeben kann.
Der RB-TT fand ich einfach nur gut: Elektrischer Antrieb mit Vorspannung, Beleuchtung. Klasse. Ich habe ihn auch als Kartenhalter genutzt. Wichtig ist auch die Fernbedienung von IMO und Roadbookhalter, man braucht vor allem nicht die Hand vom Lenker zu nehmen, ein wirklicher Sicherheitsgewinn!
 Beim Original Umbau kann man auch kaum Roadbook und Tacho ablesen, vor allem nicht wenn man im Stehen fährt. Mit dem Cockpitumbau kann man den Tripmaster und das Roadbook optimal ablesen. Da die Kontrollampen nicht übernommen werden können, ist eine LED Lampeneinheit montiert worden. Hier habe ich allerdings die Tankanzeige-LED nicht funktionsfähig zum Laufen gebracht, die leuchtet leider immer.

Hinweis: Der im Foto abgebildete Halter für das Garmin GPS60 ist nicht Teil des Verkaufes.

Wartung

Ich bin noch auf der Suche nach dem Serviceheft, die Rechnungen der Inspektionen mit den Checklisten liegen natürlich vollzählig vor. Ebenso alle Rechnungen der Reparaturen.

Zustand:

  • Reifen: Montiert Pirelli MT 83 Scorpion Pro mit Reifenhaltern, ungewuchtet. Profil für die Straße noch OK, für’s Gelände nicht.
  • Bei 14923 km / 2007: Letzte Inspektion
  • Bei 15990 km / 2008: : Gabelrevision, neue Felge.
  • Bei 16394 km / 03.11.2013 Ölwechsel nach Bedienungsanleitung incl. Filterwechsel durch mich gemacht. Hierbei die Fahrzeugbatterie und die Backup-Batterie des IMO getauscht.
  • Tachostand: 16572km / 23.05.2014)
  • Kettensatz grenzwertig, neues Ritzel und Kette liegen bei.
  • TÜV bis 11 / 2015
  • Garagenfahrzeug.
  • Eher Langstreckenfahrzeug: Der Transport nach McPom erfolgte auf dem Anhänger, dort bin ich dann zwischen 100-300km pro Tag gefahren.

Ich versichere, dass der IMO Kilometerstand der Wahrheit entspricht.

Technische Daten

Motor

  • Wassergekühlter 1-Zylinder – Otto – Motor mit Ausgleichswelle 625 ccm
  • Leistung 37 KW (mit Leistungskit mehr)
  • Vergaser Mikuni Gleichdruckvergaser BST40

Rahmen

  • Pulverbeschichteter Zentralrohrrahmen aus Chrom-Molybdän Stahlrohren mit angeschraubtem Heck

Fahrwerk

  • vorne : WhitePower USD 48 mm, Zug- und Druckstufe einstellbar, Federweg : 270 mm
  • hinten : WhitePower mit Pro-Lever-Anlenkung, Zug- und Druckstufe und Federbasis einstellbar, Federweg : 320 mm

Sonstiges

  • Tankinhalt 28 Liter, davon 3,5 Liter Reserve
  • Sitzhöhe 940 mm (unbelastet, normal) 980 mm (unbelastet, mit obiger Sitzbank)
  • Gewicht 154 kg trocken
  • Vmax ca. 150 km/h – kommt auf die Übersetzung an

Bekannte Mängel:

  • Keine Anzeige des Tank-Füllstands.
  • Durch Umfaller auf einen Sandstein ein Kratzer an der linken Tankseite.
  • Hand aufs Herz : Sie lag das eine oder andere Mal auf der Seite. Vielleicht 4-5 Mal insgesamt. Aber, immer Adventure- typisch, bei langsamer Fahrt in dem dicken Schlamm. Böse Schäden sind dadurch nicht entstanden (bis auf die eine obige Ausnahme).

Fotos:

Aktuelle Fotos:







Zubehör:


Reifenmontagehilfe mit Pendelwuchtgerät.

Weitere Fotos folgen nach Bedarf … ich gebe Kartonweise Zubehör und Originalteile der Adventure mit.

Foto im Einsatz in McPom: