Burg Querfurt … und ein Matschauge

Einmal natürlich die tolle Burg. Auch bei Nacht durch die Burg und die mittelalterliche Stadt zu gehen ist schon ein Erlebnis. Sollte man unbedingt machten.

Das Übernachten ist aber so eine Sache. Auf dem großen Besucherparkplatz wird’s ab 22:00h recht unruhig, weil er ein Treffpunkt der Tunerszene ist. Also sollte man sich da lieber nicht hinstellen.

Und dann habe ich entdeckt, dass sich mein Kleiner die Augen entzündet hatte, was natürlich nicht so schön ist. Ich weiss, dass hier das Anti-Biotikum „Oxytetracyclin-Augensalbe“ super hilft, nur kan ich mir den Namen nicht merken (ich weiss, ich habe da echt ein Defizit).
Also habe ich erst mal bei meinem Tierarzt Zuhause angerufen. Die Helferin hatte mir nach einigem hin und her das richtige Medikament rausgesucht und buchstabiert. Jetzt hatte ich schon den o.g. Namen auf einem Zettel stehen, ein Teilerfolg. Aber erst müsste noch die Ärztin gefragt werden, ob das OK sei, sie wolle mich zurückrufen.

Ist ja auch richtig, daher sind wir noch (trockenen Fußes) eine Runde gegangen.

Nach einer groooooßen Runde ohne Rückruf bin ich dann zu einer Apotheke gegangen und habe selbst nach dem Mittel gefragt. Ja, sie hätten es da, könnten es mir aber nicht rausgeben, da ich kein Rezept hätte. Richtig. Ich wollte mir schnell eins vom Tierarzt in Querfurt holen, der hat seine Praxis nur 200m weiter. Allerdings hat er nur an 4 Wochentagen 2 Stunden lang offen, also habe ich in der Apotheke beim Tierarzt angerufen, die mir sagte, dass das Medikament OK sei, sie aber noch nicht dazu gekommen sei, mich zurück zu rufen. Ich bedankte mich artig und fragte, ob sie mir ein Rezept an die Apotheke zufaxen könne.

Klar, dass würde schnell gemacht sein. Allerdings wusste die Apothekerin die Faxnummer nicht. Diese stand am Faxgerät, dass stand allerdings im Nebenraum. Also haben wir ein bisschen laute Post gespielt, indem die Rufnummer vom Fax, über die Apothekerin, über den Marc zu Helferin weitergegeben wurde. Diese hatte mir die Rufnummer noch vorgesagt, die ich wiederum … naja … sie war natürlich falsch. Es entwickelte sich – wie sollte man es erwarten – ein totales Sprachchaos. In der Apotheke. Samstags. Dann hatte die Apothekerin doch ein Einsehen und hatte mir die Rufnummer auf einen Schmierzettel aufgeschrieben und den mir gegeben. Dann klappte das auch mit der Rufnummer.

 

Allerdings war wohl auch beim Tierarzt viel los, so sind wir dann nach 10 Minuten zur nächsten Runde in Querfurt aufgebrochen.

Hätte ich nicht so machen sollen, denn exakt am weitesten vom Wohnmobil und Apotheke entfernten Ort fing es an zu Schütten. Nein, kein Regen, ein Wolkenguss kam da runter.

Wir waren tropfnass und haben uns erst einmal in die Burg gerettet. Yankee wollte keinen meter mehr gehen und guckte skeptisch nach draußen. 
(Ich allerdings auch nicht 😉 )

Ich hatte alle positive Ausstrahlung aufgebracht – was angesichts der Situation vor dem Unterstand ein Kunststück war und war halb rennend zum Wohnmobil zurück gekehrt.

Dort angekommen, musste ich uns erst einmal trocken legen. Nachdem ich alle tropfnassen Mäntel, Hosen, Hundedecken, Handtücher, usw. aufgehängt hatte, hörte natürlich auch der Regen auf. Querfurt ärgerte mich. Ich bin dann also mit dem großen Regenschirm (meinem Wohnmobil) direkt zur Apotheke gefahren.

Das Fax war natürlich immer noch nicht angekommen. Nach erneuten Anruf hatte die Helferin uns das Rezept gefaxt … allerdings die leere Rückseite. Die Rufnummer hatte ich natürlich schnell gewählt und nach weiteren 10 Minuten hatte ich dann das Medikament in der Hand. Das Rezept konnte mir leider nicht mitgegeben werden, da die Apotheke Fehldrucke im Fax recyclelte, in dem sie die Fehldrucke falsch herum einlegte. Nunja.

Der Einkauf der Salbe hatte mich unter’m Strich 3 Stunden gekostet, bei einem Fußmarsch von 10min zur Apotheke. Und Nerven für den ganzen Tag …