Schlusswort

Hat die Internet-Berichterstattung etwas gebracht?

Wenn ich Statements höre und lese wie: „Eigentlich wollte ich nur mal kurz reinschauen und bin erst weit nach Mitternacht rausgegangen“ denke ich, dass das angekommen ist.

Damit das ganze lebt, muss es auf jeden Fall eine Kommentarfunktion geben. Mit der Anzeige der Kommentare sowie der Berichte selbst bin ich noch nicht so ganz einverstanden, allerdings war die Zeit bis zur Abfahrt schon recht knapp und ich wollte ja Reisen, damit ich mich erhole und nicht damit ich die Internetseite teste.

Ein weiteres Problem war die Schnelligkeit der Berichte: Ich hatte es ja schon mit dem Einen oder Anderen besprochen: Ich habe es einfach nicht geschafft, die Berichte zeitnah einzustellen. Die Bilder vom iPhone sind zwar schnell in die Homepage eingebaut, allerdings ist die Qualität der Bilder – gegenüber der Canon G10 resp. Olympus E-1 – grottenschlecht. Und ich möchte den Besuchern den Watzmann oder die Freuenkirche in so schlechter Qualität präsentieren, damit würde ich mir am wenigsten einen Gefallen tun. Daher habe ich zum Schluss die Berichte im Texteditor vorbereitet und dann den direkt eingegebenen HTML-Code auf die Homepage geschickt. Das geht auch sehr schnell, man muss nur Zeit & Muße haben, die Berichte zu schreiben und auch Gelegenheit, die zu Veröffentlichen. Und gerade in und nach Dresden fehlte mir oft beides. Das tat mir auf der einen Seite natürlich leid, weil ich wusste, dass viele gespannt auf weitere Berichte waren, allerdings hatte ich auch Urlaub, den ich geniessen wollte.

Hat das Cachen etwas gebracht?

Ich habe ja schon oft während des Berichtens über das Geocaching geschrieben.

OK, ich muss zugeben, dass ich seit nunmehr fast 10 Jahren mit Offroad-Navigationssystemen (nachfolgend GPS genannt) auf dem Motorrad durch die Pampa fahre. Allerdings konnte man mit den Geräten nicht wirklich wandern, vor 10 Jahren wollte ich auch gar nicht wandern, weil ich noch keinen Hund hatte, der mich ganu dazu nötigt (worüber ich aber froh bin).

Irgendwann kam mir die Idee, mein altes GPS zu verkaufen und mir das kleinere GPS 60CSx zu kaufen. Mit dem Gerät *könnte* ich nicht nur Offroad auf dem Moped navigieren, es hat auch Onroad Navigationsfunktionen (wenn man bspw. mal aus dem Roadbook aussteigen möchte aus der Pampa nach Hause geleitet werden möchte). Weiterhin kann man dann das Gerät nutzen, um ganz bestimmte Straßen zu fahren, die man sich zuvor am PC rausgeguckt hat (so wollte ich eigentlich durch Norwegen fahren). Dann am Zielort angekommen, lässt man sich zu den Sehenswürdigkeiten geleiten. Dann kann man noch mit den topographischen Karten hervorragend Wandern. Man hat eine komplette deutsche Wanderkarte 1:20.000 immer in der Hand. Selbstverständlich lässt sich das auch auf dem Mountainbike motieren und dann auch da nutzen.

Jetzt kommt natürlich die Frage: Wie war’s denn nun?

Die Antwort: Es war besser als erwartet. Ich muss wirklich sagen, dass das die allerbeste Anschaffung mit dem allerhöchsten Freizeitwert der letzten Jahre war und ist. Ich habe noch NIE selbst hier in der Umgebung so viele neue Wanderwege entdeckt. Das macht einfach Spass. Auch das Geocachen habe ich nur mit dem Gerät entdeckt und es macht mir – und Yankee – extrem viel Spass. Wir haben viele Dinge gefunden und besucht, an denen man zuvor vorbei gelaufen wäre.

Sicherlich: Mit einer großen Kiste voll mit Karten und einen Kompass geht das auch. Das setzt allerdings ein vielfaches an Planungszeit voraus und zieht ein Vielfaches an Verirrzeit nach sich. Und man hat natürlich nicht den Spass und Lehrneffekt vom Geocaching.

Gab’s auch Negatives?

Sicherlich. Mich ärgen immer Dinge, die ausfallen. Ich hatte Angst, dass mein Wohnmobil ausfällt, daher habe ich zuvor eine dringend nötige Riesen-Inspektion machen lassen. Ohne die wäre ich auch nicht losgefahren.

Was mich dann geärgert hatte, war der Kühlschrank der ausgefallen war und die (mal wieder) stieselige Unterstützung von bimobil. Jetzt habe ich mit der kleinen Kühlbox vielleicht doch eine gute Lösung für einen Wochenendtrip gefunden, weil ich die wenigen Sachen, die ich mitnehmen will, schon Zuhause vorpacken kann und nur noch schnell ins Wohnmobil reinstellen muss. Ich muss nicht einen Tag vorher dran denken, den Kühlschrank zu starten, damit er runterkühlt, dann den Kühlschrank zuhause ausräumen, dann den im WoMo einräumen und nach der Fahrt alles wieder zurück räumen. Einfach nur Kühlbox ins WoMo stellen und gut ist.

Weiterhin natürlich die Katastrophe mit dem Ausfall des Navigon Navis und die Unzulänglichkeiten des Garmin Navis.

Allerdings muss man das auch wieder relativieren: Das Garmin ist trotz einiger Unzulänglichkeiten für mich die allerbeste Lösung: Ich kann bspw. die Tourplanung komplett am PC durchführen und auf beide Geräte laden. Im Auto habe ich also die selben Daten wie auf dem Handgerät. So kann ich bspw. mit dem Auto in eine Stadt fahren, dann mir Yankee schnappen und mit dem Handgerät die Sehenswürdigkeiten erkunden. Das gilt natürlich auch für die Geocaches 😉 . Also ist das Thema trotz vielen Ärgers abschliessend doch positiv zu betrachten und eine Lösung, die mir in den nächsten Jahren viel Freude machen wird.

Dann die Campingplätze. Auch wenn der Campingplatz am Königssee toll war, die beiden Stellplätze auf den Campingplätzen waren nur nervig. Es passt einfach nicht zu einem aktiven Urlaub. Auf einen Campingplatz fährt man drauf, richtet sich dort häuslich ein und bleibt auch seine drei Wochen an diesem Ort. Das mag ich ja nicht so. Ich fahre nunmal gern. Ich bleibe auch gern ein paar Tage an einem Ort, bspw. war ich ja auch 4 Tage im Berchtesgardener Raum und 4 rundrum Dresden, trotzdem fahre ich hier und dorthin, will keine Formalitäten, aber mich auch nicht mit Markiese, Vorzelt, Campingstühlen usw. abmühen. Vor allem wenn ich alleine fahre.

Worüber ich mich richtig geärgert hatte, war: Ich selbst. Da hetze ich mich aus Dresden kommend von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten ab. Bin total entnervt von den Touris, verstopften und völlig überteuerten Parkplätzen, riesen Gedrängen … und warum? Nur um durch ein Schlossgarten zu hasten? Nein, das ist sicherlich keine Erholung, kein Urlaub, dass ist Hardcore-POI-Abgrasing.

Was waren die Highlights?

Das überragende Highlight ist sicherlich die Wanderung zur Eiskapelle am Königssee. Das mein Kleiner dabei so gut mitgehalten hat, fand ich super.

Weiterhin waren natürlich die Wanderungen zusammen mit Yankee in der Natur ein Erlebnis. Das Ganze werde ich sicherlich widerholen, wenngleich ich noch an meiner eigenen Ausrüstung (Anti-Schwitz) und der von Yankee (Schuhe, alpines Wandergeschirr) perfektionieren muss.

Die Besuche waren auch toll. Schmunzeln musste ich vor allem, als mich Rudi mit einem „Marc, komm rein“ begrüßt hatte, als ich durch das Navi viel zu spät bei den beiden ankam und er das (wohl) sofort bei mir gesehen hatte.

Von den Sehenswürdigkeiten war besonders die Templerkapelle in Mücheln sehr imponierend. Natürlich auch Dresden, insbesondere der sichtbar hohe Aufwand des Wideraufbaus der Zerstörungen des zweiten Weltkriegs.

 

Unter’m Strich war das ein wirklich toller Urlaub!

 

Danke Euch für’s mitlesen und Kommentieren!

 

Marc