Sicherheits-Messer

Aufgaben

Zur Sicherheitsausrüstung beim Paddeln gehört (unter anderem) ein Messer. Die wichtigsten Sicherheits-Einsatzgebiete (neben „normaler“ Schnibbelei) sind:

  • Aufschneiden von Spritzdecken.
  • Durchtrennen von Leinen.

Ausführung: Feststehendes vs. Einhand-Klappmesser

Nach SaU-Standard ist das Messer mit einer feststehenden Klinge ausgestattet wie bspw. das bei Paddlern viel benutzte Artistic Rescue Knife. Ich hingegen finde diese Messer für die o.g. Aufgaben nicht optimal geeignet, insbesondere da man unter Wasser und in Hektik damit rumagiert. Die größten Kritikpunkte sind:

  • Ein feststehendes Messer ist schon nach dem Ziehen aus der Scheide potentiell gefährlich.
  • Spitze Messerspitzen sind im Kampfsport beliebt, weil sie optimal verletzen können, genau aus diesem Grund sollten sie beim Paddeln nicht zum Einsatz kommen.

Forderungen

Hieraus leite ich folgende Forderungen für ein gutes Sicherheitsmesser ab:

  • Einhand-Klappmesser: Das Messer kann man problemlos in der Hand halten und erst kurz vor dem Einsatz ausklappen.
  • Sichere Handhabung ohne Sichtkontakt: Man muss auch mit geschlossenen Augen sicher erkennen können, wie man das Messer hält.
  • Rastende Klinge: Rastet die Klinge nicht zuverlässig ein, kann man sich verletzen, wenn man versehendlich das Messer falsch rum hält oder beim Schneiden abrutscht. Da viele Klingen mit einen Wellenschliff auf der Klinge ausgestattet sind, kann dies schlimme Verletztungen nach sich ziehen.
  • Abgerundete Spitze: Hierdurch sollten Verletzungen vermieden werden, die aus einer Stich-Bewegung resultieren. Dennoch darf die Rundung nicht so stark ausgeführt werden, dass die Spitze bspw. eine Spritzdecke nicht mehr durchstoßen kann.
  • Seil-/Gurtschneider: Viele Rettungsmesser bieten einen (Sicherheits-) Gurtschneider an, der auch zum Schneiden von Leinen dienen kann. Hierzu braucht die Messerklinge nicht mehr ausgeklappt werden. Ehrlich gesagt ist mir unwohl bei der Vorstellung, dass ich mir im Kabbelwasser mit feststehender, spitzer Klinge eine Leine am Hals durchschneiden soll. Da ist mir doch so ein Gurtschneider sehr viel sympathischer.

Testparcous

Da mein erster Messerkauf ein Fehlschlag war, habe ich ein kleines Testparcours überlegt, die Messer bestehen sollen:

  • Technik: Sauberes Einrasten der Klinenarretierung, Finisch (Verletzungsgefahr), Salzwasserfest (nach Doku / nach Test).
  • Haptik: Leichte Bedienbarkeit, Bedienung mit Handschuhen, „blinde“ Bedienung.
  • Aufgabe 1: Spritzdecke zerschneiden.
  • Aufgabe 2: Rettungsleine kappen, Gummischnur (Paddelsicherung) vom Hals schneiden.

Für die Aufgabe 1 hat mir die Firma Zölzer freundlicherweise Original Spritzdeckenmaterial zur Verfügung gestellt, dass ich nach herzenslust zerschneiden kann.

Nachfolgend habe ich die mir zur Verfügung stehenden Messer getestet. Wenn ich noch weitere Messer testen (darf): Her damit, dauert etwa eine Woche.

Andere Rettungsmesser

Es gibt noch andere Rettungsmesser, die ich aber noch nicht getestet habe. Lieferanten hatten an einem Test der Messer durch mich kein Interesse – eigentlich schade. Und ich möche nicht die Zeit und das Geld investieren, denn gerade die besseren Messer kosten in der Regel um die 100 EUR.

  • Spyderco Rescue 93mm Lightweight Serrated Edge Knife
  • Artistic Rescue Knife

Diskussion

Für Fragen und Anmerkungen stehe ich in meinem Forum zur Verfügung.