Triton Allgemein

Allgemeine Erfahrung mit meinen drei Triton-Booten

Beim Schreiben des zweiten Triton Artikels habe ich festgestellt, dass viele Vor- und Nachteile bei allen Tritons, aufgrund des prinzipiellen Aufbaues der Boote zu finden sind.



(Foto oben: Triton Ladoga 1 und Vouksa 2 als Einer umgebaut.)

Mein Boote

Dinge, die mir positiv aufgefallen sind:

  • Im Vergleich zu anderen Booten recht leicht.
  • Super robust. Das gilt nicht nur für das Boot, sondern auch für gefaltete Boot, bspw. im direkten Vergleich zum Narak. Hier war ich immer vorsichtig, dass ja nix an das Holzgestänge kommt (im auf- wie abgebauten Zustand) oder die Haut. Die sehr schön weiche Haut vom Narak rubbelt sicht viel schneller ab als die harte PVC Haut der Tritons. Bei den Tritons habe ich mir nie auch nur einen einzigen Gedanken hierzu gemacht. Bei denen ist einfach nix passiert. Bei den Naraks schon.
  • Liegt stabil im Wasser, vor allem durch die seitlichen Luftschäuche.
  • Ich konnte meine Boote recht schnell aufbauen (25-40 min). Ich habe auch schon Gegenteiliges gehört und gelesen, das kann ich nicht bestätigen.
  • Die beiden Luftschläuche stabilisieren das Gestänge. Sprich: Man spannt das Boote beim Aufbau vor, durch das Aufpumpen der Luftschläuche werden die Boote sehr steif. Durch die Verbindung der beiden Luftschläuche werden die Boote auch nie schief, da sich der Luftdruck von der einen zur anderen Seite ausgleicht. Diesen Ausgleichsvorgang kann man schön beobachten, wenn man die beiden Schläuche zusammengesteckt hat und den Ausgleich hört und dies an dem sich zentrierenden Mittelrohr auch direkt sieht.
  • Die beiden Luftschläuche schützen die seitlichen Senten. Man hat also immer einen Fender gleich mit eingebaut. Sehr praktisch, wenn etwas größere Wellen auf dem Teich sind, an der Spundwand oder dem einen oder anderen Stein.
  • Die Haut über dem Kielrohr ist mit wirklich dicken Kielstreifen geschützt. Das ist richtig ein Profilgummi, nicht einfach eine Materialdoppelung.
  • Durch die angeklettete Persenning kann man die Boote schnell beladen.
  • Einfache, simple, primitive Steueranlage, die aber immer funktioniert hat.

Dinge, die mir negativ aufgefallen sind:

  • Durch die seitlichen Luftschläuche recht breit.
  • Sicherheitsproblem: Die Stabilität des Bootes hängt von den Luftschläuchen ab. Verliert man die Luft aus dem einen Schlauch, verliert man sie auch aus den anderen Schlauch. Dann ist das Boot auch nicht mehr schwimmfähig, weil die Luftschläuche nicht voneinander getrennt sind.
    Ich weiß auch nicht, ob ich die Luftschläuche trennen würde, denn dann ist es wahrscheinlich, dass das Boot nicht mehr geradeaus fährt.
  • Sicherheitsproblem: Die aufgeklettete Persenning stellt ein Sicherheitsproblem dar. Wenn sich bei Wellengang die Persenning löst, läuft das Boot sehr schnell voll. Und zwar der Raum hinter einer etwaig eingebauten Seesocke. Ein vollgelaufender Falter ist aber kaum noch zu fahren und auch sehr schlecht zu lenzen. Dies hatten wir mit dem Narak ausprobiert.

Dinge, die ich ändern würde:

  • Man kann sich nicht mit den Füßen abstützen und hat keinen vernünftigen Bootskontakt zum Knie. Hierdurch kann man die Boote kaum mit Rotationstechnik fahren. Beim Vouksa ist das sicherlich noch in Ordnung, bei den Ladogas – als ausgewiesene „Seekajaks“ – würde ich mir andere Fittings wüschen. Für die beiden Ladogas habe ich mir Stemmbretter und Steueranlagen gebaut, deren Baupläne ich hier veröffentlicht habe (siehe: Triton Ladoga1, Stemmbrett und Triton Ladoga 2, Zölzer Stemmblock).
  • Ich würde vor der Befahrung von Großgewässern die Persenning auf der Bootshaut befestigen. Empfehlung aus Gesprächen und Foren: Die PVC Klebepunkte bspw. von Zölzer auf Bootshaut und Persenning kleben und mit einer Leine im Zick-Zack Muster sichern. Hatte ich aber nicht mehr gemacht, da schon ein Narak bei mir wohnte ;-).
  • Seesocke
  • Luftschläuche mit einem Ausgleichsventil trennen. Die Ventile, die am Luftschlauch montiert sind, so ausführen, dass sie auch getrennt werden können, ohne dass die Luft entweicht.

Zusammenfassung:

Die meisten Punkte haben positive wie negative Folgen, wie bspw. die seitlichen Luftschläuche. Zum einen machen sie das Boot stabil im Wasser, steif und federn seitliche Schläge ab, zum andern aber auch das Boot breit, nicht so schnell und bergen noch ein Sicherheitsrisiko.

Nun muss der Käufer entscheiden, was für ihn wichtiger ist: Ein stabiles, sehr steifes Boot, was aber ein bisschen breiter und langsamer ist oder ein schmales, kippeliges Boot, was aber schneller ist und sich besser Rollen lässt.