Triton Ladoga 2

Warum denn den?

Als ich mir den Ladoga 2 zulegte besaß ich schon die beiden Triton’s Ladoga 1 und Vouksa 2, den Ladoga 2 hatte ich als Ersatz für den Vouksa 2 gedacht, da er vieles besser machen sollte.

  • Besser Paddeln: Wenn man Seekajak-Einer kennt (den Narak) und sich dann in einen Vouksa 2 setzt, ist das Vorwärtskommen gefühlt … zäh. Ist ja auch gar kein Wunder, die Daten sprechen für sich (Narak vs. Vouksa 2: Länge 550 cm / 470 cm, Breite 52 cm / 85 cm). Und in den Vouksa passen zwei Leute (!). Man kann kaum Rotationstechnik machen und nicht weit vorn einstechen (zumindest nicht hinten). Wir versprachen uns mit dem Ladoga 2 besser paddeln zu können.
  • Besser Segeln: Der Vouksa 2 war an seine Rumpfgeschwindigkeit gekommen. Vom Ladoga 2 verprachen wir uns, dass er besser durch’s Wasser läuft, also besser Segeln zu können.

Um gut für die Saison gerüstet zu sein, habe ich in dem Ladoga 2 ein paar Änderungen durchgeführt, das wichtigste war die Montage einer Zölzer Steueranlage. Das Teil war super: Ohne Werkzeug einstecken, bietet guten Bootskontakt, lässt sich gut zu steuern.

Leider war das Segeln und Paddeln des Bootes nicht so dolle:

  • Das Paddeln gefiel uns beiden nicht. Zum einen, weil wir einfach noch schmalere, leichtere Boote sonst fahren und daher gewohnt sind, zum anderen, weil wir uns einfach nicht ansehen können. Genau das finden wir aber schön, wenn man während der Fahrt ein bisschen schnacken möchte oder gemeinsam den Kurs bestimmt.
  • Das Segeln war auch nicht so berauschend. Wahrscheinlich ist das Rigg nicht so optimal auf dem Boot montiert wie beim Vouksa 2, hier ist Nacharbeit gefragt, siehe auch den entsprechenden Beitrag.
  • Es wird auch immer wieder geschrieben, dass das Ladoga 2 schneller sei als viele Festrumpfboote. Wir haben das natürlich nicht repräsentativ nachgemessen und konnten das nicht so feststellen. Allerdings ist (mehr als die Meßergebnisse) das Fahrgefühl ausschlaggebend. Hier ist es so, dass wir beide gefühlt davon überzeugt waren, dass sich das Ladoga 2 zäh fährt. Und das nicht nur gegen die Laminatboote sondern auch gegen die Naraks.

Nach fünf Aufbauten habe ich dann den Ladoga 2 wieder abgegeben. Eigentlich schade, da ich schon viel Zeit in den Einbau der Steueranlage gesteckt hatte.

Dinge, die mir positiv aufgefallen sind:

Dinge, die mir negativ aufgefallen sind:

  • Bei einem Boot, was (Stand 02/2014) 2.090,00 EUR kostet, erwarte ich eine Steueranlage, bei der man sich abstützen kann.
  • Die Segeleigenschaften sind gemessen am Vouksa 2 sehr schlecht. Man müsste das ganz Rigg umbauen, um überhaupt auf das Niveau vom Vouksa 2 zu kommen. Das ist für mich völlig unverständlich, warum die sehr teure Segelanlage (meine große Besegelung (1.390 EUR) kostete mit zwei Schwertern (á 109,00 EUR), großem Steuerblatt (75,00 EUR) und zwei Stechpaddel (á 30,00 EUR) insgesammt 1.743,00 EUR) für dieses Boot angeboten wird.

Die Dinge, die ich ändern würde:

  • Zölzer Steueranlage einbauen.
  • Keine Besegelung einbauen.

Zusammenfassung:

Für mich war ein Versuch, der leider meine Erwartungen nicht erfüllte. Es ist nicht viel schneller als unsere Einer, es läßt sich schlechter segeln als das Vouksa 2. Sicher: Es ist wie die anderen Triton Boot recht robust und wahrscheinlich gegenüber den viel breiteren Faltboot-Zweiern auch schneller und leichter zu paddeln, aber: Nix für mich / uns. Wir würden uns lieber schlanke Einer und ein Vouksa 2 als ein Ladoga 2 kaufen.