Verbesserungsvorschläge

Sitz

Der Sitz weist nach ein paar Einsätzen schon beachtliche Scheuerspuren an der Unterseite auf [1]. Innerhalb der Garantie von 5 Jahren wird der Stoff sicherlich durchgescheuert sein.

Schlimmer ist die Tatsache zu bewerten, dass die Halterungen der Rückenlehne ausgerissen sind [2].

Nebensächlich, aber auch ärgerlich ist die aus dem Haken ausgerissenen Schnur [3].

Zu Gunsten einer aktiven Paddeltechnik sollte der Sitz um mindestens 40% gekürzt werden (in Höhe der Linie [4]). Dies hätte zur Folge, dass man einerseits eine aktive Haltung einnähme und andererseits das Verklemmen der Oberkante des Sitzes unter dem Süllrand vermeiden würde.

Weiterhin sollte der Gurt der Rückenlehne nicht aus zwei Teilen, sondern nur aus einem Teil bestehen, der in Höhe der Linie [5] an den Außenseiten (wie gehabt) und vielleicht an 1-3 Stellen am Sitz vernäht wird. Hierdurch könnte die Rückenlehne wesentlich mehr Kraft aufnehmen. Dies entspricht der umlaufenden Tragegurte bei hochwertigen Taschen.

Diese Optimierungen sind von Zölzer umgesetzt worden; das Ergebnis ist einfach genial:

[1] Gekürzte Sitzlehne, [2] Lasche zum Anbringen einer Gummikordel zum Rückziehen der Lehne, [3] nur noch ein umlaufender Gurt, [4] Kanal, in dem der Gurt läuft.
  Der umlaufende Gurt ist genial: mit den beiden einseitigen Halterungen musste man peinlich drauf achten, dass die gleich lang sind, da man sonst eine schiefe Rückenlehne hat. Nicht so mit dem umlaufenden Gurt, der dies ausgleicht.

Schlußendlich sollte das Material am Boden verstärkt werden.

Süllrand

Uns ist es sehr oft passiert, dass der Schieber [1] der den Süllrand an der Seite mit dem halben Spant verbindet, sich nicht mehr in der geschlossenen Position [2] befand. Dies ist sehr problematisch, da die Stellung kaum sichtbar ist, da im Innenbereich die Haut den Schieber und die Markierung verdeckt. Wenn dann noch eine Seesocke benutzt wird, ist ein Erkennung und Zuschieben während der Fahrt nicht mehr möglich, was gerade bei einem Seekajak ein Sicherheitsmanko darstellt.

Ähnlich wie die Verriegerung des halben Spantes mit dem Kiel [3], könnte nach dem Einbringen einer Lasche am Schieber [1] ein Gummiseil den Schieber in die geschlossene Position ziehen [4]. Hierdurch wird ein Öffnen des Schiebers und das Erkennen der geschlossenen / geöffneten Position sichergestellt.

Stemmbrett

Das Stemmbrett ist zu schmal [1,7], verkantet sich dadurch und scheuert mit den unteren, seitlichen Schrägen [2,6] auf den unteren Senten. Dies hat einen erheblichen Materialabtrag [3] vor allem auf den Senten zur Folge.

Vor allem nach den Paddelevent mit Birgit Fischer ist dies aufgefallen, wenn man eine Rotationstechnik einsetzt und sich auf dem Stemmbrett auch wirklich abstützen möchte.

Wir haben ein neues Stemmbrettes angefertigt. Dieses stützte sich mit seitlichen Polster gegen die Außenhaut [5] ab. Weiterhin wurde der obere Winkel am Stemmbrett [4] reduziert. Wenn statt des lackierten Materials eine Siebdruckplatte verwendet wird, hat man auch einen sehr festen Halt.

Unsere ersten Versuche waren nicht erfolgreich, weil wir die von Nautiraid verwendeten Nylon-Steckschnallen von YKK nicht erwerben konnten und
die Baumarkt- Steckschnallen einfach nicht die Belastungen aushielten und gebrochen sind. Allerdings hielten die Steckschnallen von Zölzer.

Spant Vier

Der [1] Spant vier drückt schmerzhaft gegen den Unterschenkel. Dies führt gerade bei kleinen Personen (meine Freundin schiebt die Vorderkante des Sitzes bis an den halben Spant) zu einem schmerzhaften Sitz und Probleme mit dem Einschlafen von Füßen und Beinen. Wir haben uns zunächst mit dem Aufstecken von Isolationsrohren beholfen, diese bauen aber sehr hoch auf.

Optimal wäre ein bewegliches, lackiertes Brett für die Unterschenkelauflage. Die Befestigung könnte ähnlich der oberen, rechten Senten vor dem Cockpit ausgeführt werden. Die Unterschenkelauflage sollte ca. 20cm lang sein, ggf. zweiteilig ausgeführt sein und die Möglichkeit zur Fixierung an der Vorder / Rückseite (nach Drehung) oder der Mitte besitzen, damit sie nach den Gegebenheiten des Fahrers eingestellt werden kann.

Süllrand / Spritzdecke

Das Befestigen einer „richtigen“ Spritzdecke ist ein einziges Ärgernis, oftmals schaffen wir es nur zu zweit, dass die Spritzdecke so sitzt wie sie soll. Ein Grund ist sicherlich auch die nur vorn und hinten rudimentär ausgeführte Rille zum Einhaken der Spritzdecke [1]. Die Zölzer Spritzdecke hat zumindest noch einen Klettriegel in der Mitte, damit man die Spritzdeck „auf halben Weg“ fixieren kann, sonst würde es praktisch nicht möglich sein, diese aufzuziehen.

Ausführung der Rille [1] über den gesamten Süllrand [2].