Zubehör

Silva Kompass

Den Silva Uni Kompass 58 Kayak kann man einfach auf’s Deck spannen. Erst hatte ich mir was darunter gelegt, braucht man aber nicht, da der Kompass auf der oberen Sente flach aufliegt und nicht kippelt.

Zölzer Superspritzdecke mit Durchgriff

Die Serienspritzdecke ist nur eine leichte Touringspritzdecke für „Spreewaldtouren“. Wird’s interessanter, hält die nicht optimal am Boot und rutscht seitlich hoch. Blöd beim Ankanten: Dann läuft das Wasser gleich literweise rein. Zölzer hat sich dessen angenommen und fertigt eine Spritzdecke speziell für das Narak.

Zum einen ist der Gummizug sehr stramm, damit er vorn und hinten am Süllrand gut fixiert wird…

…zum andern ist in der Mitte ein Klettriegel angebracht, der dafür sorgt, dass das leidige Hochrutschen der Spritzdecke in diesem Bereich nicht mehr vorkommt.

Da ich schon oft darauf angesprochen wurde: Nein, es ist kein Sicherheitsrisiko, man kann auch an dieser Stelle den Klett mit wenig Kraftaufwand lösen.

Ich habe mir die Ausführung „Superspritzdecke mit Durchgriff“ gekauft, die ich nur empfehlen kann. Den Durchgriff halte ich für sehr wichtig, denn:

  • Man kann beim Narak schlecht etwas auf Deck verstauen, dafür aber gut unter Deck.
  • Die Luke ist ziemlich groß, daher kann durch die geschlossene Luke super gut mit der Handpumpe gearbeitet werden.

Fazit:
+ Wasserdichte Spritzdecke.
+ Durchgriff.
 – Gummizug ist sehr stramm. Man braucht viel Kraft, um ihn zu schließen.
– Bedingt durch konstruktive Gegebenheiten (sehr große Luke, strammes Gummi, tiefe Sitzposition) haben kleine, nicht so kräftige Paddler richtig Probleme, die Spritzdecke zu öffnen. Das kann ein Sicherheitsmanko sein; Zölzer bietet in diesem Fall auch Lösungen an.

Tipp:
Ich habe schon mal 10 Minuten bei Wellengang gebraucht, um die Spritzdecke zu schließen. Irgendwann habe ich mich mal ganz in Ruhe hingesetzt und mir überlegt, wie man dieses blöde Teil schnell schließen kann:

  • Das Gummi der Spritzdecke HINTEN einsetzen. Peinlich drauf achten, dass da nichts dazwischen ist oder Falten liegen und dass die Mitte auch in der Mitte liegt. Passt hier was nicht, kann man die Decke nicht schließen.
  • Dann zieht man mit aller Kraft an der Öffnungslasche nach OBEN VORN (etwa im 30° Winkel).
  • Danach hakt man die Spritzdecke VORN ein.
  • Jetzt erst die Klettverschlüsse an der SEITE schließen.

Und losfahren und sich freuen, dass es auch für den Narak eine schöne, schließende Spritzdecke gibt!

Zölzer Seesocke

Die Seesocke ist für einen sicheren Einsatz des Bootes unabdingbar.

Problem:
Beim Kentern ohne Seesocke läuft viel Wasser in das Boot. Wenn man das Boot danach dreht, schaufelt es durch die große Luke wieder viel Wasser mit ins Boot zurück. Und dass ist soviel Wasser, dass man das Boot selbst am Strand kaum angehoben bekommt, im Wasser ist das fast nicht zu stemmen. Daher ist auch ein T-Lenzen nicht möglich. Das T-Lenzen funktioniert auch nicht, da das Wasser beim Anheben des Bugs an der Luke vorbei ins Heck läuft. Zurück bleibt soviel Wasser, dass man das Boot nicht mehr sicher Paddeln kann, es wird extrem kippelig. Das Leeren geht aufgrund der Senten und Spanten nur sinnvoll mit guten Handlenzpumpen. Aufgrund der Wassermassen geht das aber nur, wenn zwei Leute einige Minuten abwechselnd pumpen. Gut entleert bekommt man das Boot nur an Land, wenn man Bug und Heck anhebt, schräg stellt und mehrfach das Wasser vom Bug ins Heck und umgekehrt laufen lässt.

Eine Seesocke verhindert das Volllaufen des Bootes zuverlässig, indem es einen Raum rund um den Sitzplatz des Paddlers bildet (wie eine große Socke). Die Seesocke wird mit einem Klett von Außen am den Süllrand geklettet und hält dann dort zuverlässig. Da sie länger als eigentlich notwendig geschnitten ist, dichtet sie auch den schon erwähnten undichten Bereich in Höhe der Süllrandschrauben vorn und hinten ab. Die Überlappung wird durch die Spritzdecke zusätzlich fixiert und abgedichtet. Für den Einsatz der Zölzer Spritzdecke bietet die Seesocke die seitlichen Klettriegel.

Beim Kentern läuft natürlich wieder Wasser in die Luke und die Seesocke. Allerdings bleibt das dort und kann sich nicht im Bug und Heck verteilen. Es ist daher auch nur ein Bruchteil des Wassers, im Vergleich dazu ohne Seesocke zu fahren. Beim T-Lenzen läuft das allermeiste Wasser ohne Probleme hinten am Sitz über die schräg auslaufende Seesocke heraus.

Das restliche Wasser kann nur via Handpumpe aus Seesocke und Bilge abgepumpt werden – so man das möchte.

Zölzer Seesocke: Option Durchgang zur Bilge

Nachdem man die Seesocke leer bekommen hat, kann man feststellen, dass Wasser in der Bilge ist. Woher das kommt, konnte ich nicht abschließend klären. Es passierte manchmal, aber nicht immer. Wenn’s draußen mal stürmischer wurde, hatte ich schon mal 1-2 Liter drinnen, nach einer Kenterübung mit T-Lenzen und Wiedereinstieg fast gar nichts. Wie auch immer: Wenn eine Seesocke drin ist, kann man das Wasser nicht abpumpen.

Die Lösung schafft ein kleiner Durchgang ähnlich dem Durchgriff in der Spritzdecke. Diesen haben wir leicht seitlich vor dem Mittelspant anbringen lassen, so dass man prima die Lenzpumpe in die Bilge neben dem Kielspant einsetzen kann. Und damit bekommt man tatsächlich schnell die Bilge leer.

Zusammen mit dem Durchgriff schafft man es zu zweit auch recht schnell und effektiv das Boot leer zu pumpen.

Zölzer Seesocke: Option seitliche Klettbänder

Ich habe an anderer Stelle schon einmal erläutert, dass man im und auf den Narak eigentlich nicht gut etwas unter bekommt.

Aaaaber: Als Faltboot hat es ein Gerüst, an dem man etwas festbinden kann. Im Bereich der Oberschenkel ist noch Platz für längliche Dinge, wie eine Pumpe oder Schleppleine. Ich weiß, eine Pumpe gehört auf Deck. Mache ich auch so bei meinem NDK, beim Narak ist es aus mehreren Gründen praktisch die Pumpe unter Deck festzukletten:

  • Zum Lenzen mache ich den Durchgriff auf und habe sofort die Pumpe in der Hand. Ich brauche die auch nicht *in* den Beinraum zu stecken, sondern lasse die einfach oben rausgucken. Und los geht’s.
  • Das Schleppsystem gehört bei kritischen Situationen immer `am Mann`, um schnell helfen zu können. Das ist so auch bei btf 4-5 auf der See. Bei einer touristischen Runde in McPom bei bft 0-1 muss man die m.E. nicht sofort griffbereit haben. Und … in 30 Sekunden habe ich die auch in der Hand: Spritzdecke auf, rein greifen, aus den Klettösen ziehen, Spritzdecke schließen.

Die Klettbänder an der schlaffen Seesocke zu befestigen ist aber auch nicht optimal, besser ist’s auf der anderen Seite ebenfalls Klettbänder dran zu nähen, die man durch die Senten steckt. Das hat dann noch den Vorteil, dass die Seesocke schön seitlich aufgezogen wird.

Wenn dies bei einer neuen Seesocke gewünscht wird, sollte die in diesem Bereich ein bisschen breiter gewählt werden, da die Seesocke jetzt den tatsächlichen Innenraum füllt und unten etwas hoch hängt. Hier sollte man nicht mit dem Fuß drauf treten.

Zölzer Seesocke: Option 20cm kürzer

Die Seesocke ist natürlich so ausgelegt worden, dass sie mit allen Sitzeinstellungen und auch mit Stemmbrett und Steueranlage passt. Die Folge für Leute, die kleiner als 2 Meter sind und mit Stemmbrett fahren ist ein Seesockenwust vor dem Stemmbrett. Wehe dem, der mit Gummisolen da rein will. Es macht keinen Spaß, da man noch nach 20 min die letzten Zipfel nach links und rechts drückt.

Die Lösung ist recht einfach: Zölzer kürzt die Seesocke um 20cm und alles passt wieder!

Rückenlehne vom Sitz durch Zölzer umarbeiten lassen.

Wenn man den Narak flott vorwärts bringen möchte, setzt man die Rotationstechnik ein. Dabei sollte durch den Sitz nur der Po bis zum Steiß gehalten werden, der Rücken soll sich ja drehen. Mit dem Standardsitz von Nautiraid ist das kaum möglich, er ist einfach zu hoch. Ergo haben wir die Sitze um ca. 40% kürzen lassen.

Weiterhin sind die Gurte der Rückenlehne nicht umlaufend, sondern nur am äußersten Zipfel angebracht. Wird Druck auf die Rückenlehne ausgeübt, reißt auf kurz oder lang der Gurt aus den Sitzen aus. Um dies zu verhindern haben wir Zölzer den Gurt so umarbeiten lassen, dass dieser in einen Tunnel von der einen zur anderen Seite läuft. Hierdurch reißt der Gurt nicht mehr ab und er zentriert sich automatisch.

Sitzprobe: Öhhh, da ist was noch dazwischen. Öööhh, nööö, das „etwas“ ist die kurze Rückenlehne. Beim ersten Sitzen vermisst man die bequeme Rückenlehne, auf den ersten gefahrenen Metern kommt das „Aha“, da man perfekt mit dem Oberkörper rotieren kann, ohne irgendwelchen Halt zu vermissen. Erstklassig!

(Siehe auch die Verbesserungsvorschläge.)