Zeitpläne und wie sie platzen

 

  • 7:00 Aufstehen und Aufklaren
    Dummerweise habe ich nicht meine Geocaches geplant, weil’s so spät wurde. Das war aber ein Problem, weil’s so viele gab, die allermeisten auch noch mit Fotos. Die Fotos mussten erst auf das Notebook und dann IRGENDWIE auf mein iPhone. Das klappte natürlich nicht.
    1. Wutausbruch
  • 8:00 8:30 Brötchen holen und Frühstücken
    Während des Früchstück habe ich ja noch frohen Mutes den Artikel geschrieben. Irgendwie zog sich aber die Planung extrem. Dann musste ich noch Abwaschen, weil ich ja danach Ver- und Entsorgen wollte. Dabei ist mir in der Hektik eine Riesenwelle Spülwasser auf den Boden geschwappt.
    2.-5. Wutausbruch
  • 8:45 10:20 Entsorgen
    Das Entsorgen der Klokassette ging ja noch, bis darauf, dass die eine Dichtung mal wieder nachgegeben hatte und die Kassettenaufnahme überschwemmt hatte. Die Entsorgungstation der Kassetten ist übrigends auf dem Männerklo. Das ist KEINE Gleichberechtigung!
    Das Ablassen vom Schmutzwasser war schon problematischer. Da stand ein Bauwagen davor. Als der weg war (NACH STUNDEN) (nein, einige Minuten 😉 ) konnte ich auch das los werden.
    Trinkwasser gab’s aber nicht, weil da die Bauarbeiter dran waren (war ja klar). Aber am Haus gab’s einen Anschluss. Ich dahin. Schlauch runter, Adapter druff, vollgetankt (ich bin ja geübt).
    Beim AUFWICKELN des Schlauches sprach mich ein Camper an, warum ich nicht einfach hinter’s Haus gefahren währe. Dort hätte ich gleichzeitig alles machen können … ARRRGGGGGHHHHHHH …
    6.-10. Wutausbruch
  • 9:00 11:00 Losfahren zur Roßfeldhöhenringstraße, Nordeinfahrt
    Das mit dem Losfahren war ein Problem: Ich wusste auch obiger Recherche, dass ich über Unterau und Oberau fahren musste, damit ich die NORDeinfahrt der Ringstraße erwischte. Ich gab also „Unterau“ im Navi ein. Fand’s aber nicht. Hmmm. Ich gab „Oberau“ ein. Fand’s: 180 km westlich Richtung München. Häääääääääääääääää??? Das ist kurz hinter Berchtesgarden und das ist FÜNF Kilometer entfernt. Ich suchte bei diesem scheiß Navi nach einer Abbruchtaste, man konnte aber nur „Route 1“, 2 oder drei wählen.
    Zusammenbruch.
    Ich tappte einige Male verzweifelt auf das Display und dann sah ich auf einmal das Navigon Zeichen. Eine hübsche Melodie schwang mit. Bildschirm wurde weiß. Dann sah ich auf einmal das Navigon Zeichen. Eine hübsche Melodie schwang mit. Bildschirm wurde weiß. Dann …
    OK, ich geb’s ja zu: Ich spielte mit dem Gedanken, das SCHEISS Navi aus der Halterung zu reißen, auf den Boden zu schmeißen, drauftreten, hinter den Sitz klemmen und mindestens 20 mal drüber zu fahren.Ich habe aber noch gerade rechtzeitig den Bogen bekommen und dran gedacht, dass das Gerät ja erst 10 Tage alt ist und sicherlich noch eine Restgarantie aufweisst. ES IST ERST 10 TAGE ALT, DAS SCHEISS TEIL!!!
    Schon wieder wollte ich’s auf der Straße sehen … zerstört … in Einzelteilen …
    OK, ich also mein Offroad Navi rausgepackt und es hinter die Scheibe geklebt. Hat natürlich nicht mit der Stromversorgung geklappt, weil die Deppen bei Garmin es wohl nicht für nötig erachtet hatten, zu klären,ob vielleicht einer IM AUTO das Ding mit den 12V betreiben will. Nantürlich ist da die Wanderkarte drin die natürlich nicht zum Navigieren geeignet ist. IST JA KLAR!
    OK, ich mutig (und verzweifelt) und bin ohne den Schnickschnack nach rechts Richtung Berchtesgarden gefahren.
    Wie durch ein Wunder habe ich die Einfahrt noch aus meiner Erinnerung gefunden, klappte alles wunderbar. An der Mautstelle dann die nächste Überraschung: Statt 4,60 EUR kostete das nur 1,90 EUR. Häääää?
    Naja, die Roßfeldhöhenringstraße ist keine Ringstraße mehr, weil die südliche Einfahrt aufgrund Bauarbeiten gesperrt ist. Naaaa prima, dann den ganzen Mist wieder zurück. Auch gut.
    Ab hier habe ich die Wutausbrüche nicht mehr gezählt, die gingen ineinander über, so dass auch eine Zählung nicht funktionieren würde …
  • 10:00 am Parkplatz Ofner Boden
    Am oberen Parkplatz musste ich allerdings feststellen, dass die Sperrung schon auf dem Scheitelpunkt anfing. Ofner Boden ist aber auf 3/4tel der Strecke, sprich ich hätte mit Yankee gut 4km talwärts durch eine Baustelle wandern dürfen, die keinen Bürgersteig hat.
  • 12:30 am Kehlsteinhaus, dort Geocache einsammeln
    Naja, Rückfahrt war angesagt. Zumindest kann ich locker das Dokumentationszentrum noch schaffen.
  • 13:00 zurück
  • 16:00 13:00 Dokumentationszentrum Obersalzberg
    Ich war auf dem Pakrplatz. Auf dem großen Parkplatz. Leider waren dadrauf keine Parkplätze, auf dem Parkplatz.
    Dafür aber Touris. Viele Touris. Busladungsweise Touris. Und überall standen Autos rum. Überall. NICHT ABER IN DEN GEKENNZEICHNEN BEREICHEN. Das machte es ETWAS schwieriger da durch zu kommen.
    Ich kochte vor Wut.
    Die einzige Möglichkeit: Fluch vor Berchtesgarden.
  • 17:30 noch ein paar Geocaches am Obersalzberg einsammlen
  • 19:30 Abendbrot, danach Fahrt nach Rosenheim

Nur weg hier! Das erste Schild mit einer Autobahnnummer und irgendwas Richtung München und ich bin hier weg.

Nachdem ich etwas zu schnell vom Berg runter war (am Ende lies die Bremsleistung doch merklich nach) hatte ich mich schon etwas wieder beruhigt und in Bertesgarden den Parkplatz vom Bahnhof angefahren. Dort habe ich dann das Garmin aus seiner Halterung ausgefummelt, die Karten getauscht, wieder in die Halterung reingefummelt und dann über die Knibbeltastatur mit Pfeiltasten als Ziel „Rosenheim“ eingegeben. Dasist natürlich schon eine Aufgabe, man hat ja nur die vier Pfeile und „Enter“. Danach erschien aber nicht eine Frage nach dem Navigationsstart sondern die Frage nach Straße und Hausnummer. DIE SIND MIR SCHEISSEGAL, ICH WILL NUR NACH ROSENHEIM!!! VERDAMMT NOCH MAL!!! Vielleicht mit der Menue-Taste? Taste gedrükt, keine Option angezeigt, Außer „Menue-Taste“, ich die Menue-Taste nochmal gedrück und schwups … ich war im Grundmenue. Naaaaaprimmmaaaaa … Also nochmal:tipp-tipp-tipp-tipp-R-tipp-tipp-tipp-tipp-tipp-tipp-O-tipp-tipp-tipp-tipp-tipp-tipp-tipp-S-tipp-tipp-tipp-tipp-tipp-tipp-E-tipp-tipp-tipp-tipp-tipp-tipp-N-tipp-tipp-tipp-tipp-tipp-tipp-H-tipp-tipp-tipp-tipp … und ja nicht vertippen!!! Aber: Wieder nix. Menue … Menue … futsch …

Auch das Garmin sah ich auf der Straße liegen …

Bevor ich dieses Ansinnen in die Tat umsetzen konnte, habe ich schnell den Motor angeworfen und bin losgefahren.

Apropos Telefon: Das funktioniert nicht in Berchtesgarden, insbesondere nicht auf der Roßfeldhöhenringstraße. Weil da nähmlich die Berge sind. Man fährt aus einem Tal raus – Gespräch weg. Im nächsten Tal kann man dann wieder für 2-5 Minuten telefonieren.

Auf der Roßfeldhöhenringstraße wird’s noch skuriler, weil da ja die Österreicher auf der anderen Seite sind. Das ist Ausland. Da bekommt man doch die schönen Rooming-SMS. Und dann auch wieder, wenn man heim nach Deutschland fährt. Ich habe jetzt eine ganze Sammlung von SMS. AUCH DAS IPHONE SAH ICH AUF DER STRASSE LIEGEN.

Zum Glück hatte ich nachher Loreena McKennit im Ohr (wieso sich das iPhone angestellt hat, weiß ich nicht). Jedenfalls konnte ich wieder mich einigermaßen Beruhigen und anfangen nachzudenken.

 

Und da kam mir ein schöner Gedanke: In Traunstein (da, wo ich sowieso auf die Autobahn nach Rosenheim fahren musste) gab’s einen Media Markt. Also: Warum nicht den Typen im Markt den Tag versauen? Danach geht’s mir sicherlich besser. Und vom Media Markt kannte zumindest mein iPhone die Adresse. MIT STRASSE.

Hat auch super geklappt. Dummerweise war der Mitarbeiter im Markt total nett und freundlich und hat fast eine 3/4tel Stunde versucht, das Navi zum Leben zu erwecken … leider erfolglos. Leider habe ich auch keine Quittung mitgehabt (wozu auch, ich gehe eigentlich davon aus, dass die Teile länger als 10 Tage halten) und so sind wir verblieben, dass ich mir ein neues Gerät kaufe und mir vom Media Markt Osnabrück das Geld wieder geben lasse. Das Gerät, das er empfehlen würde, das Garmin 🙂 Nüvi, ist aber nicht vorrätig, Rosenheim wäre die nächste Filliale. Er gab mir die Adresse MIT STRASSE und ich holte mir das Gerät ab.

… mal gucken …

Und jetzt springe ich ins Bett!!!